Quand Bertolt Brecht arrose son jardin

Pour Catherine et Daniel Muringer

Vom Sprengen des Gartens

O Sprengen des Gartens, das Grün zu ermutigen!
Wässern der durstigen Bäume! Gib mehr als genug. Und
Vergiss nicht das Strauchwerk, auch
Das beerenlose nicht, das ermattete
Geizige! Und übersieh mir nicht
Zwischen den Blumen das Unkraut, das auch
Durst hat. Noch giesse nur
Den frischen Rasen oder den versengten nur:
Auch den nackten Boden erfrische du.
Bertolt Brecht Vom Sprengen des Gartens Große Berliner Ausgabe 15, 89)

L’arrosage du jardin

Arroser le jardin, redonner vie à la verdure !
Apporter l’eau aux arbres assoiffés ! Donne plus qu’il n’en faut.
N’oublie pas les buissons, même ceux qui ne portent
Aucune baie, ceux qui n’ont plus de force
Et gardent tout pour eux ! Ne passe pas sans voir,
Entre les fleurs, la mauvaise herbe, qui elle aussi
A soif. N’arrose pas seulement
Le gazon, frais ou roussi :
Rafraîchis aussi le sol nu.
(Texte français de Maurice Regnaut in Bertolt Brecht Poèmes 6 L’Arche page 10)
Écrit en 1943 à Santa Monica où il vivait en exil, ce poème a été mis en musique et intégré dans le Hollywooder Liederbuch par Hanns Eisler. J’ai choisi de vous faire entendre une version jazzy de cette composition enregistrée par Michael Schiefel and the Wood & Stelel Trio, le  2 novembre 2016 pendant la Fête du Jazz dans la salle Boris Vian, à l’Institut français de Berlin.

Même si le poème semble parodier les conseils que pourrait contenir un manuel du parfait jardinier, il ne faut pas imaginer Brecht l’arrosoir à la main, le chapeau de paille sur la tête et le cigare à la bouche. Le mot allemand du titre, Sprengen, invite à sortir du cadre d’une première lecture. Ses multiples acceptions suggérées ne sont pas rendues par la traduction française qui se contente de l’une d’entre elle : arroser. Sprengen signifie aussi faire éclater ou faire sauter, le point commun à tous ces sens étant la notion de dispersion. Même pour l’arrosage, il est question d’un dispositif de dispersion de l’eau que ce soit par pommeau ou par jet. Le mot sprengen invite à disperser la lecture à d’autres réalités, sociales notamment. C’est aussi ce que suggère une notation de Brecht dans son Journal de travail qui évoque l’« étrange » rôle de la conscience politique :
« ce que je fais avec plaisir, c’est l’arrosage du jardin. étrange comme la conscience politique influe sur toutes ces opérations quotidiennes. d’où vient autrement la crainte qu’un morceau de gazon puisse être oublié, que la petite plante là-bas puisse ne rien recevoir ou recevoir moins, que le vieil arbre là-bas puisse être négligé tant il a l’air robuste. et mauvaise herbe ou pas, ce qui est verdure a besoin d’eau, et on découvre tant de verdure en terre à partir du moment où on se met à arroser »
(B. Brecht Journal de travail 20.10.42 L’Arche p.325)
Dans sa dimension sociale, ne rien négliger consiste à n’oublier ni les robustes plantes  ni les jeunes pousses. Et il faut tout autant prendre soin de la « mauvaise graine » voire du sol aride qui n’a encore rien produit.
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Johann Peter Hebel :
Unverhofftes Wiedersehen / Retrouvailles inespérées (1811)

Johann Peter Hebel (1760-1826)

Unverhofftes Wiedersehen


In Falun in Schweden küsste vor guten fünfzig Jahren und mehr ein junger Bergmann seine junge hübsche Braut und sagte zu ihr: »Auf Sankt Luciä wird unsere Liebe von des Priesters Hand gesegnet. Dann sind wir Mann und Weib und bauen uns ein eigenes Nestlein.« – »Und Friede und Liebe soll darin wohnen«, sagte die schöne Braut mit holdem Lächeln, »denn du bist mein Einziges und Alles, und ohne dich möchte ich lieber im Grab sein als an einem andern Ort.« Als sie aber vor St. Luciä der Pfarrer zum zweiten Male in der Kirche ausgerufen hatte: »So nun jemand Hindernis wusste anzuzeigen, warum diese Personen nicht möchten ehelich zusammen-kommen«, da meldete sich der Tod. Denn als der Jüngling den andern Morgen in seiner schwarzen Bergmannskleidung an ihrem Haus vorbei ging, der Bergmann hat sein Totenkleid immer an, da klopfte er zwar noch einmal an ihrem Fenster und sagte ihr guten Morgen, aber keinen guten Abend mehr. Er kam nimmer aus dem Bergwerk zurück, und sie saumte vergeblich selbigen Morgen ein schwarzes Halstuch mit rotem Rand für ihn zum Hochzeittag, sondern als er nimmer kam, legte sie es weg und weinte um ihn und vergaß ihn nie. Unterdessen wurde die Stadt Lissabon in Portugal durch ein Erdbeben zerstört, und der Siebenjährige Krieg ging vorüber, und Kaiser Franz der Erste starb, und der Jesuitenorden wurde aufgehoben und Polen geteilt, und die Kaiserin Maria Theresia starb, und der Struensee wurde hingerichtet, Amerika wurde frei, und die vereinigte französische und spanische Macht konnte Gibraltar nicht erobern. Die Türken schlossen den General Stein in der Veteraner Höhle in Ungarn ein, und der Kaiser Joseph starb auch. Der König Gustav von Schweden eroberte russisch Finnland, und die französische Revolution und der lange Krieg fing an, und der Kaiser Leopold der Zweite ging auch ins Grab. Napoleon eroberte Preußen, und die Engländer bombardierten Kopenhagen, und die Ackerleute säeten und schnitten. Der Müller mahlte, und die Schmiede hämmerten, und die Bergleute gruben nach den Metalladern in ihrer unterirdischen Werkstatt. Als aber die Bergleute in Falun im Jahr 1809 etwas vor oder nach Johannis zwischen zwei Schachten eine Öffnung durchgraben wollten, gute dreihundert Ellen tief unter dem Boden, gruben sie aus dem Schutt und Vitriolwasser den Leichnam eines Jünglings heraus, der ganz mit Eisenvitriol durchdrungen, sonst aber unverwest und unverändert war, also dass man seine Gesichtszüge und sein Alter noch völlig erkennen konnte, als wenn er erst vor einer Stunde gestorben oder ein wenig eingeschlafen wäre an der Arbeit. Als man ihn aber zu Tag ausgefördert hatte, Vater und Mutter, Gefreundte und Bekannte waren schon lange tot, kein Mensch wollte den schlafenden Jüngling kennen oder etwas von seinem Unglück wissen, bis die ehemalige Verlobte des Bergmanns kam, der eines Tages auf die Schicht gegangen war und nimmer zurückkehrte. Grau und zusammengeschrumpft kam sie an einer Krücke an den Platz und erkannte ihren Bräutigam; und mehr mit freudigem Entzücken als mit Schmerz sank sie auf die geliebte Leiche nieder, und erst als sie sich von einer langen heftigen Bewegung des Gemüts erholt hatte, »es ist mein Verlobter«, sagte sie endlich, »um den ich fünfzig Jahre lang getrauert hatte und den mich Gott noch einmal sehen lässt vor meinem Ende. Acht Tage vor der Hochzeit ist er auf die Grube gegangen und nimmer gekommen.« Da wurden die Gemüter aller Umstehenden von Wehmut und Tränen ergriffen, als sie sahen die ehemalige Braut jetzt in der Gestalt des hingewelkten kraftlosen Alters und den Bräutigam noch in seiner jugendlichen Schöne, und wie in ihrer Brust nach fünfzig Jahren die Flamme der jugendlichen Liebe noch einmal erwachte; aber er öffnete den Mund nimmer zum Lächeln oder die Augen zum Wiedererkennen; und wie sie ihn endlich von den Bergleuten in ihr Stüblein tragen ließ, als die einzige, die ihm angehöre und ein Recht an ihn habe, bis sein Grab gerüstet sei auf dem Kirchhof. Den andern Tag, als das Grab gerüstet war auf dem Kirchhof und ihn die Bergleute holten, schloss sie ein Kästlein auf, legte sie ihm das schwarzseidene Halstuch mit roten Streifen um und begleitete ihn in ihrem Sonntagsgewand, als wenn es ihr Hochzeittag und nicht der Tag seiner Beerdigung wäre. Denn als man ihn auf dem Kirchhof ins Grab legte, sagte sie: »Schlafe nun wohl, noch einen Tag oder zehn im kühlen Hochzeitbett, und lass dir die Zeit nicht lang werden. Ich habe nur noch wenig zu tun und komme bald, und bald wird’s wieder Tag. Was die Erde einmal wiedergegeben hat, wird sie zum zweiten Male auch nicht behalten«, sagte sie, als sie fortging und noch einmal umschaute.

Quelle: Johann Peter Hebel: Werke. Zwei Bände; hrsg. v. Otto Behagel, Stuttgart 1883 – 1884 (= Kürschners Deutsche National-Literatur Bd. 142/1 und 142/2) Bd.2: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes, 1884

 

Retrouvailles inespérées

«
A Falun, en Suède, il y a bien cinquante ans et davantage, un jeune mineur embrassa sa jeune et belle fiancée en lui disant: «À la Sainte-Lucie notre amour sera béni par la main du prêtre. Alors, nous serons mari et femme et bâtirons notre propre petit nid.» – «Et la paix et l’amour y habiteront,» dit la jolie fiancée avec un merveilleux sourire, «car, pour moi, tu es tout, et mon bien unique, et sans toi, j’aimerais mieux être dans la tombe qu’en un autre endroit». Mais lorsqu’avant Sainte-Lucie le pasteur eut, à l’église, annoncé leurs fiançailles pour la deuxième fois: «Or si quelqu’un avait connaissance d’un obstacle, comme quoi ces personnes ne pourraient se marier, ce fut la mort qui s’annonça. Car lorsque le lendemain matin le jeune homme passa devant la maison de sa promise dans son costume noir de mineur – le mineur porte toujours sur lui son vêtement funéraire – il frappa certes encore une fois à sa fenêtre et lui souhaita un bon matin, mais ne lui dit plus jamais bonsoir. Il ne revint jamais de la mine, et c’est en vain que ce matin, pour lui, comme cadeau de mariage, elle entourait un foulard noir d’un ourlet rouge, mais comme il ne revint jamais, elle le mit de côté, le pleura, et ne l’oublia jamais. Entre temps la ville de Lisbonne au Portugal fut détruite par un tremblement de terre, et il y eut la guerre de sept ans, et l’empereur François 1er mourut, et l’ordre des Jésuites fut aboli et la Pologne partagée, et l’impératrice Marie-Thérèse mourut, et Struensee fut exécuté, l’Amérique devint libre, et les puissances réunies de la France et de l’Espagne ne purent s’emparer de Gibraltar. Les Turcs enfermèrent le général Stein dans la grotte des Vétérans en Hongrie et l’empereur Joseph mourut aussi. Le roi Gustave de Suède conquit la Finlande russe, et la révolution française et la longue guerre commencèrent, et l’empereur Léopold entra lui aussi dans sa tombe. Napoléon conquit la Prusse et les Anglais bombardèrent Copenhague, et les agriculteurs semaient et fauchaient. Le meunier moulait et les forgerons forgeaient, et les mineurs cherchaient des filons de métal dans leur atelier souterrain. Mais lorsqu’en 1809 les mineurs à Falun, un peu avant ou après la Saint-Jean, voulurent creuser une galerie entre deux puits, à trois cents bonnes aunes au-dessous du sol, ils tirèrent de la boue et de l’eau vitriolée le cadavre d’un jeune homme, entièrement imbibé de vitriol de fer, mais à part cela parfaitement conservé et inaltéré; de sorte que l’on pouvait encore tout à fait reconnaître ses traits et son âge, comme s’il venait de mourir il y a une heure ou s’était un peu endormi à son travail. Mais lorsqu’on l’eut sorti au jour, son père, sa mère, ses amis et connaissances étaient morts depuis longtemps, personne ne voulait connaître le jeune homme endormi ou savoir quelque chose de son malheur, jusqu’à ce que vînt la fiancée d’autrefois du mineur qui un jour était parti à la mine et n’était jamais revenu. Toute blanchie et ratatinée elle vint à cet endroit avec ses béquilles et reconnut son promis; et c’est plutôt avec un ravissement de joie qu’avec douleur qu’elle s’effondra sur le cadavre aimé, et ce n’est qu’après s’être remis d’un long et violent mouvement de l’âme : «C’est mon fiancé», dit- elle enfin, «que j’ai pleuré pendant cinquante ans et que Dieu me fait voir encore une fois avant ma fin. Huit jours avant la noce, il est descendu dans la terre et n’est jamais remonté.» Alors les cœurs de tous les témoins furent saisis de nostalgie et de larmes, lorsqu’ils virent la fiancée d’autrefois, à présent sous l’apparence de la vieillesse fanée et sans force, et le fiancé encore dans sa beauté juvénile, et comment dans son âme, après cinquante ans, la flamme de l’amour juvénile se rallumait encore une fois; mais lui n’ouvrit plus jamais ses lèvres pour sourire ou les yeux pour reconnaître; et comme enfin, étant la seule qui lui appartenait et qui avait un droit sur lui jusqu’à ce que sa tombe soit préparée au cimetière, elle le fit porter par les mineurs dans sa chambre. Le lendemain, lorsque la tombe fut prête et que les mineurs vinrent le chercher, elle ouvrit un coffret, lui mit le foulard de soie noir bordé de rouge autour du cou, et puis l’accompagna dans sa robe du dimanche, comme si c’était le jour de son mariage et non de son enterrement. Car lorsque au cimetière on le déposa dans sa tombe, elle dit: «À présent dors bien, encore un jour ou une dizaine, dans ce frais lit matrimonial, et que le temps ne te paraisse pas long. Je n’ai plus que peu de choses à faire et je viendrai bientôt, et bientôt il fera à nouveau jour. Ce que la terre a rendu une fois, elle ne le gardera pas non plus une seconde fois», dit-elle en partant et en se retournant encore une fois.
»
Johann Peter Hebel Histoires d’almanach : Suivi de leurs sources et du poème Précarité. Traduit par René Radrizzani. José Corti Collection romantique N°31.
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Bilinguisme et jeux de rôles

Wer eine fremde Sprache nach ihrem Geist spricht

Wer eine fremde Sprache nach ihrem Geist spricht, steht zwar in derselben Welt wie früher, dieselben Menschen stehen um ihn und an seinem Schicksal ist nichts verändert, aber es ist, als wäre ihm ein Zauberring an den Finger geschoben, und er sieht alle Dinge um ein Etwas verändert, ja wenn er mit Freunden Reden über sein Leben austauscht, Vorsätze oder Gesinnungen ausspricht, so geht durch alles das ein Zauber hin, der das Gewicht der äußeren Dinge verringert, das Bewußtsein des eigenen Selbst aber wie mit einem Panzer von Kraft und Mut umgibt. ln der Griechischen Anthologie steht ein merkwürdiges Gedicht, das, wenn ich nicht irre, dem Paulus Silentiarius zugeschrieben wird. Es erzählt von einem Jüngling und einem jungen Mädchen, die einander sehr liebten und so viele Zeit als sie wollten miteinander sein durften ; aber doch von dem immer gleichen Leben eine Art Ermüdung empfanden und des Abends, wie mit Puppen spielende Kinder, nur mit lebendigen Puppen, ihre Kleider tauschten, daß dann er dem in Mädchenkleidern verborgenen Achill, sie der Jägerin Artemis ähnlich sah; und wie sie für einander in der Verkleidung etwas ganz Neues empfanden, als hatten sie sich gerade erst kennengelernt. Ich weiß leider die Hexameter nicht auswendig, in denen diese schöne kleine Geschichte erzählt ist : aber wenn man ihr einen zweiten Sinn unterschieben wollte, so gäbe es keine hübschere Allegorie, um auszudrücken, wie merkwürdig und reizend es ist, von Lippen, die man sehr gut kennt, eine fremde Sprache in ihrem Geiste sprechen zu hören. Dieser Zauberring, den man nur anzustecken braucht, um ein verwandeltes Bild der Welt und des Lebens zu besitzen, geht ziemlich selten von der Hand eines gelehrten Philologen an die seines fleißigen Schülers über, denn meistens besitzt ihn keiner von beiden, aber der Sprachlehrer hat ihn fast immer aus der Hand des Lebens bekommen und kann ihn wieder auf einen anderen Finger schieben, am leichtesten auf den eines Kindes. Denn eine Sprache in ihrem Geiste zu sprechen, das ist alles ! Das ist die Prinzessin, deren seidenes Kleid durch die dicke Hecke der unregelmäßigen Zeitwörter schimmert. Was ich hier meine, ist so wahr und so ernst, aber ich fürchte, ich kompromittiere die Ernsthaftigkeit meines Gegenstandes, weil ich immer von Zaubersachen, von griechischen Gedichten und von Verkleidungen spreche.
Hugo von Hofmannstahl : Französische Redensarten in Gesammelte Werke in Einzlausgaben. Prosa I. S. Fischer Verlag S ; 302-303

Qui parle une langue étrangère dans l’esprit de celle-ci

« Qui parle une langue étrangère dans l’esprit de celle-ci reste dans le même monde qu’auparavant, en compagnie des mêmes personnes et rien dans son destin ne se trouve modifié mais tout se passe comme si un anneau magique lui avait été glissé au doigt et il voit toutes choses un rien modifiées ; oui, quand il échange avec des amis des propos sur sa vie, quand il exprime des intentions ou des opinions, tout est traversé par une magie qui réduit le poids des contingences extérieures mais enveloppe son propre moi d’une armure de force et de courage. Dans l’Anthologie grecque se trouve un étrange poème attribué si je ne me trompe pas à Paul le Silentiaire. Il parle d’un jeune homme et d’une jeune fille qui s’aimaient beaucoup et pouvaient passer ensemble autant de temps qu’ils le souhaitaient ; cependant, avec toujours la même vie, ils finirent par éprouver une sorte de fatigue et, les soirs, comme des enfants jouant aux poupées mais avec des poupées vivantes, ils échangeaient leurs habits de sorte que lui voyait en habits de jeune fille un Achille caché et qu’elle voyait en lui Artémis la chasseresse ; dans leurs déguisements, ils éprouvaient alors l’un pour l’autre quelque chose de tout à fait nouveau comme s’ils venaient de faire connaissance. Je ne sais malheureusement pas les hexamètres par cœur dans lesquels cette belle petite histoire est racontée : mais si on voulait y introduire un second degré, il fournirait la plus belle allégorie qui soit pour exprimer combien il est étrange et charmant d’entendre des lèvres que l’on connaît bien parler une langue étrangère dans l’esprit de celle-ci. Cet anneau magique qu’il suffit d’enfiler pour obtenir une image transformée du monde et de la vie quitte très rarement la main d’un philologue lettré pour celle de son élève studieux car la plupart du temps aucun des deux ne le possède, mais le professeur de langue l’a presque toujours reçu des mains de la vie et peut le glisser sur un autre doigt, le plus facilement au doigt d’un enfant. Car parler une langue dans l’esprit de celle-ci est tout. C’est elle la princesse dont l’habit de soie brille au travers de l’épaisse haie des mots irréguliers de l’époque. Ce que je veux dire est très vrai et sérieux mais je crains de compromettre le sérieux de mon objet en parlant tout le temps de magie, de poèmes grecs et de déguisements. »
Hugo von Hofmannstahl : Französische Redensarten in Gesammelte Werke in Einzlausgaben Prosa I. S. Fischer Verlag S ; 302-303. Traduction : Bernard Umbrecht
Il s’en passe des choses sous, dans et avec la langue… Hugo von Hofmannstahl rend ici hommage aux langues étrangères, en l’occurrence pour lui, l’autrichien, la langue française. Son texte s’applique cependant aussi bien à toute forme de bilinguisme .
Deux langues, n’est-ce pas déjà le début d’une relation érotique ? Bilinguisme et jeux de rôle. Le texte est intéressant me semble-t-il en ce qu’il permet d’introduire dans la question de la langue celle du désir. C’est ce qui manque et explique la difficulté à articuler langue et culture régionales, les deux étant réduits à leur seule dimension économique. On ne peut justifier comme je l’entends trop souvent le bilinguisme par la seule perspective de trouver un emploi chez le voisin. Cela revient à rater l’essentiel qui se trouve dans sa dimension symbolique, magique, écrit Hoffmanstahl. Son utilité viendra ensuite d’elle-même.
L’extrait ci-dessus est tiré d’un essai publié en 1897 dans une revue viennoise (Die Zeit). Il rend hommage à la langue française en évoquant une publication de celui qui fut son précepteur de français, Marie Gabriel Dubray, qui avait écrit à destination d’un public germanophone Gentillesses de la langue française dont l’objectif était de donner « au langage des étrangers un air bien français ».
Pour Hugo von Hofmannstahl les langues sont parmi « les plus belles choses au monde ». Elles sont  de « merveilleux instruments de musique » invisibles mais à notre disposition pour que nous nous en servions. Et que nous les travaillions comme on doit travailler son instrument de musique. Elles contiennent « la promesse de poèmes immortels » mais nous nous en servons de manière la plus grossière. Une langue se maltraite aussi c’est à dire se traite mal. Et même si nous sommes devenus sourds à notre propre langue, la moindre langue étrangère témoigne d’une « indescriptible magie »
« Hauch der Heimat » /« Heimat des Hauches »
L’essai contient encore un autre beau passage sur ce que la langue contient de souffle de la heimat et sur  d’autres jeux de rôles, ceux des mots :
« La langue est tout ce qui reste à celui qui est privé de heimat. En même temps, elle contient tout de celle-ci. De même que l’air merveilleusement chargé des odeurs d’eau douce, des senteurs et des prairies souffle dans les nuits calmes de le terre vers le bateau, la langue exhale un souffle de heimat [ein Hauch der Heimat] qui va par delà les mots. Tant de visages s’y fondent en ombres sombres, elle contient une telle part du paysage, tellement de jeunesse, d’indicible. Mais le plus fort de cette magie n’est pas dans les mots eux-mêmes mais dans les tournures, dans la manière impossible à traduire dont les mots sont placés les uns à côté des autres, dans la façon dont ils se répondent, se renforcent ou s’atténuent, jouent ensemble, se déguisent, prenant l’un le masque de l’autre, s’échangeant en les distanciant leurs significations premières »
« Hauch der Heimat » écrit Hofmannstahl. Le poète Claude Vigée a lui aussi joué avec ces mots en les permutant et transformé Hauch der Heimat en Heimat des Hauches, expression qui figure en allemand dans son poème Soufflenheim, du nom d’un village de potiers en Alsace qui lui sert de transposition : 
«Heimat des Hauches, endlos –
sans rives ni frontières
la rivière du souffle coule
taciturne, sous la chape d’argile crue,
la demeure du sang.
Le corps muet me tourne sur sa roue.
J’habite la maison d’un potier du silence.»
(Claude Vigée : Soufflenheim in Pâque de la Parole , Flammarion, Paris, 1983)
Dans son éloge à la langue française, Hofmannstahl cite en français un passage de Montaigne sur l’éducation des enfants dans lequel il est question de « frotter et limer notre cervelle contre celle d’aultruy ».
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Dès 1915, Albert Schweitzer disséqua la nationalisme

Albert Schweizer (1875-1965) Photo prise en 1955 Archives fédérales allemandes

Wie es zum Krieg kam

Wie von selbst stellte sich der Gedanke ein, daß nur große äußere Ereignisse aus diesem inneren Elend zu erlösen vermöchten. Er machte Völker und Staatsmänner halb unbewußt mit der Möglichkeit des Krieges mehr oder weniger vertraut und ließ sie den Ereignissen, die diese Katastrophe in Gang bringen konnten, wehrloser gegenüberstehen als es sonst der Fall gewesen wäre. Eine besondere Anziehungskraft besaß der Gedanke dadurch, daß schon der Beginn der Feindseligkeiten das Ende jeder Äußerung über die Zustände verhieß, insofern als die meisten Bürger durch die allgemeine Wehrpflicht unter militärische Disziplin kamen und [als] ünberdies noch Ausnahmemaßregeln in Kraft traten, die sich nach Bedarf auf alle Gebiete ausdehnen ließen.
Jedes Volk wußte um die trostlosen inneren Zustände des anderen und mußte ihm Erwägungen zutrauen, die ihm einen Krieg als ein in dieser Hinsicht sanierendes Ereignis erscheinen lassen konnten. Das Gefühl der gegenseitigen Bedrohung erhielt auch von hier aus immer neue Nahrung und half mit, die Katastrophe heraufzuführen.
Die Überlegung, daß die Staaten die hohen Rüstungskosten nicht mehr längere Zeit auszuhalten vermöchten und also dazu kommen könnten, ihnen durch einen Krieg ein Ende setzen zu wollen, wirkten in der selben Richtung.
Dazu kam noch der Einfluß, den die steigende Militarisierung der Völker auf ihre Psyche ausübte. Die Zahl derer, die in soldatischen Berufen standen, nehm stetig zu ; die Kontigente der unter die Waffen entbotenen Manschaften wurden ebenfalls immer stärker. So drang die einseitig soldatische Auffassung der Dinge in immer weitere Kreise hinein und ließ in der Volksstimmung eine Aggressivität zur Geltung kommen, die draußen noch viel stärker empfunden wurde als im Lande selbst.
Im Inneren mehrten sich die Konflikte zwischen bürgerlichem und militärischem Regiment und bahnten eine neue Entwicklung an, die die europäischen Kulturstaaaten immer mehr unter offene oder geheime Militärherschaft brachten.
Dabei waltete noch immer die Angst ob, daß das Volk es im militärischen Patriotismus, der der Realpolitik den nötigen Rückhalt geben sollte, dennoch nicht weit genug bringen könnte. Darum ließ man es sich angelegen sein, ihm unter dem neuen Geschlecht noch besonders zu züchten. Es kam eine Jugendliteratur auf, die das Sittliche und Erzieherische ganz zurücktreten ließ und nur darauf ausging, vaterländische Gesinnung im Sinne des Nationalismus und seiner Realpolitik zu pflegen. Die Pädagogen empfahlen [solche Litteratur] statt sie zu bekämpfen. Sie halfen mit, daß Werke, mit denen verglichen die früheren Räuber – und Indianergeschichten unschuldig gewesen waren, die weiteste Verbreitung fanden, die Jugend im ungesunden Nationalstolz erzogen und ihr den Sinn für wahres Menschentum nahmen.
So gingen wir in fortwährenden wirtschaftlischen und inneren Krisen , die dem Staatswesen und dem geistigen Leben tausendfachen Schaden brachten, dem Krieg zwischen den europäischen Kulturstaaten mit Bewußtsein entgegen und waren nur darüber im Unklarem, welcher der sich ablösenden aufregenden Zufälle ihn heraufführen würden. Darin bestand unsere Realpolitik.
Welche Ironie, daß die so unglaubliche Entfremdung unter den Völkern Platz [er]griff, während die materiellen Umstände es ihnen immer mehr erleichterten, in Beziehung zu einander zu treten und sich kennen zu lernen ! Was hatte man sich nicht alles von der Ausbildung des modernen Verkehrswesen versprochen ! Welche Hoffnungen waren auf die Presse gesetzt worden, die imstande wäre, in Eile und Fülle Worte und Gedanken von einem Punkte nach dem anderen zu tragen ! Es schien unzweifelhaft, wenn Menschen und Anschauungen so immerfort zwischen den Völkern hin und her gingen, ihr gegenseitiges Verstehen immer bessern und ihr Bewußtsein, eine gemeinsame Kulturmenschheit zu bilden, sich immer stärken müsse. Dieser Gedanke wurde um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in glühenden Worten ausgesprochen. Das Geschlecht, das wir dahinsterben sehen, nahm ihn noch mit sich ins Grab. Wir aber müssen uns darein finden, daß er hinfällig war.

Albert Schweitzer : Wir Epigonen . Chapitre III, Erscheinungen des Niedergangs der Kultur. Pages 88-90 Edition CH Beck München 2005

Les dispositions à la guerre [14-18]

«

L’idée s’imposa donc d’elle-même que seuls de grands événements extérieurs pourraient sortir le pays de son état de crise et de misère intérieure.
Les peuples et les gouvernants se faisaient insidieusement à l’idée qu’une guerre était envisageable, voire souhaitable; on admettait d’avance qu’il ne faudrait pas empêcher tel ou tel incident d’enclencher la catastrophe. Et un emballement paraissait d’autant plus irrésistible que le début des hostilités marquerait aussitôt la suspension de la liberté d’informer, que les lois d’exception deviendraient la règle, que la plupart des hommes valides avaient fait leur service militaire obligatoire et appris sa discipline.
Chaque peuple connaissait la lamentable situation intérieure des autres nations et se mettait donc à croire que pour elles la guerre pourrait représenter une issue à leur crise. Le sentiment d’insécurité,dans un climat de menace mutuelle, trouvait là à se renforcer, n’excluait pas la catastrophe, y poussait au contraire. On estimait aussi que les États ne seraient pas capables de continuer encore longtemps à augmenter le budget de leur armée et qu’en conséquence ils seraient tentés de mettre un terme à leurs dépenses en déclenchant une guerre.
À tout cela s’ajoutait l’influence que la militarisation grandissante de la société exerce sur le psychisme des peuples. Le nombre des hommes enrôlés dans l’armée ou travaillant pour elle n’a cessé de croître. De sorte qu’une vision principalement militaire des choses finit par pénétrer des cercles de la population de plus en plus larges et fit monter une agressivité qui était perçue comme une menace potentielle à l’extérieur davantage qu’à l’intérieur du pays.
Or, à l’intérieur aussi les conflits s’aggravaient entre les civils et les militaires et vu le rapport des forces préparaient la voie à la domination de ceux-ci, sous une forme ouverte ou de manière dissimulée. Avec la crainte chez ces derniers que malgré tout le peuple ne se montrera pas, le moment venu, assez patriotique et pas autant que leur Realpolitik le réclame.
C’est pourquoi on prit soin de conditionner les jeunes générations à l’esprit de la guerre. Il s’est développé toute une littérature pour la jeunesse, qui écartait les considérations morales et se fixait
pour seul idéal de cultiver le patriotisme, devenu nationalisme, et de justifier ainsi les pratiques de la Realpolitik. Au lieu de s’y opposer, les pédagogues recommandaient ce type de littérature, à côté duquel la les anciennes histoires de brigands et d’Indiens paraissent bien innocentes; ils contribuaient ainsi à sa diffusion, ne se rendant pas compte que la jeunesse, accoutumée à un nationalisme malsain, perdait le sens de la vraie humanité.
C’est de cette manière que de crise économique en crise psychologique, par décomposition de la vie spirituelle des peuples, les États européens se sont mis en toute conscience sur le pied de la guerre et qu’il n’y avait plus qu’une incertitude: quand, à quelle occasion, par quel incident ? Voilà comment la Realpolitik se préparait virilement au pire.
Quelle ironie de la civilisation : cet incroyable éloignement des peuples les uns des autres, l’étrangeté grandissante entre eux, alors que les nouvelles conditions matérielles permettent aux gens de voyager facilement, au-delà des frontières nationales, et de faire connaissance !
Que n’a-t-on pas espéré du développement des moyens modernes de locomotion, chemins de fer, automobiles ? Que n’a-t-on pas espéré du développement de la presse, capable de diffuser en abondance les informations d’un point de la planète à l’autre ?
Il paraissait indéniable que si les hommes et leur culture ne cessent de circuler entre les nations, une compréhension mutuelle devrait en naître et que se renforcerait la conscience de faire partie d’une même humanité.
Cette idée d’une fraternité universelle dans les temps modernes a inspiré vers le milieu du XIX e siècle des discours enflammés. La génération que nous avons vu disparaître en restait convaincue jusqu’au bout. Mais nous, il nous faut bien constater que c’était une illusion.

»

Albert Schweitzer : Psychopathologie du Nationalisme
Texte établi, traduit et présenté par Jean-Paul Sorg
Arfuyen Collection « La faute à Voltaire » pages 63-66
Autant le reconnaître, j’avais vu ce livre sur la table de la librairie sans y prêter attention. A tort. Intitulé Psychopathologie du nationalisme, il rassemble des extraits de textes rédigés en 1915, alors qu’Albert Schweitzer s’était vu interdire l’exercice de la médecine par les autorités françaises qui l’avaient placé en garde à vue avant de l’interner dans un camp jusqu’à la fin de la Première guerre mondiale. Il était allemand. Allemand d’Alsace. Bloqué dans la colonie française du Gabon, Schweitzer décide de réfléchir à la profonde crise de civilisation traversée par l’Occident. Le titre Psychopathologie du nationalisme n’est pas de lui. Il a été choisi par Jean-Paul Sorg pour servir de lien aux extraits qu’il a sélectionnés et traduits. Ils sont tirés d’une œuvre posthume écrite en allemand sous le titre Wir Epigonen (Nous les épigones). N’est-on pas l’épigone de quelqu’un ? L’absence de complément fait que ce mot semble désigner en quelque sorte les rentiers de la philosophie qui n’ont pas compris que les civilisations sont mortelles comme l’écrira Paul Valéry en 1919 et qui ne sont pas effrayés par le devenir de l’humanité comme l’écrit en substance le futur Prix Nobel de la Paix.
La préoccupation d’Albert Schweitzer est de penser la catastrophe qu’a été le déclenchement de la guerre mondiale. On notera tristement, qu’en France du moins, et encore plus en Alsace qui devrait être concernée au premier chef, cent ans après nous sommes toujours privés de cette réflexion. J’en avais en 2014 posé quelques jalons.
Ce qui fait la singularité de celui qui fonda l’hôpital de Lambaréné en 1913, est la précocité de son diagnostic, contemporain du moment où Sigmund Freud se réveille de son sommeil patriotique, après avoir offert sa « libido à l’Autriche Hongrie » en écrivant ses Considérations actuelles sur la guerre et la mort (1915). L’autre particularité du docteur alsacien est son positionnement d’Alsacien allemand faisant le choix de partir construire un établissement de soins dans une colonie française. Cette attitude semble être un peu sa façon à lui de se situer « au-dessus de la mêlée » pour reprendre l’expression de son ami Romain Rolland. Ce dernier situait ainsi le contexte « intellectuel » de l’époque :
« L’Académie des sciences morales de Paris déclare, par la voix de son président, Bergson, que la lutte engagée contre l’Allemagne est la lutte même de la civilisation contre la barbarie. L’histoire allemande, par la bouche de Karl Lamprecht, répond que la guerre est engagée entre le germanisme et la barbarie, et que les combats présents sont la suite logique de ceux que l’Allemagne a livrés, au cours des siècles, contre les Huns et contre les Turcs. » ( Romain Rolland Au-dessus de la Mêlée Journal de Genève 15 septembre 1914)
Psychopathologie du nationalisme. Elle n’a pas épargné grand monde.
Dans les textes rassemblés sous ce titre, le livre traite de la perversion d’un système dominé par la dérive de ce qu’Albert Schweitzer appelle « le complexe militaro-théologique » qui a pris le dessus dans les sociétés européennes. Pour l’auteur, ce n’est pas la guerre qui a détruit la civilisation, c’est la décadence de la civilisation qui a conduit à la guerre et à la barbarie. Le nationalisme avance quand reflue la civilisation. Cette dernière se définit dans ce contexte comme ce qui désarme les pulsions de mort et comme ce qui transcende les différences entre les peuples et les cultures. Comprenons : il n’est pas question de faire porter le chapeau à son voisin. Même s’il peut y avoir des différences de degré, « tous les peuples ont trahi la cause de la civilisation ». De même les états et les églises se sont détournés de leur mission civilisatrice et se sont désintéressés de l’avenir de l’humanité : « nous allons vers la domination d’une religion dénuée de culture, avec tous les périls que cela entraînera pour la vie spirituelle et sociale de notre époque ». Le médecin philosophe opère une distinction entre l’Etat-Nation et l’Etat-civilisation (Kulturstaat) partageant les idées d’universalisme fondées sur la raison de Johann Gottlieb Fichte pour qui le culte du patriotisme était une forme de barbarie.
Albert Schweitzer explique la mentalité à laquelle est parvenue son époque de la manière suivante :
« Lorsque les principes et les valeurs éthiques générales ne sont plus assez puissants pour réguler un sentiment comme l’amour de la patrie, lorsque celui-ci n’est plus éclairé par la raison morale, il se met à croître et à proliférer. Dans la mesure où les autres idéaux s’effondrent, l’idéal national, seul survivant, devient l’idéal des idéaux ; dans la mesure où nous laissons se perdre les biens de la civilisation, le nationalisme paraît incarner seul ce qui en reste et suppléer ainsi à leur manque. »
S’installe alors un système de la raison cynique qui débouche sur la guerre. Notre auteur n’oublie pas les questions de la technique et de la modernité. Il aborde un premier aspect par le biais du développement du tourisme :
« Les progrès techniques des moyens de communication (notamment du transport) se sont soldés partout en négatif ».
Si la quantité des échanges a fortement augmenté, la qualité de l’expérience humaine qu’on en retire a, elle, fortement baissé. Cela vaut jusqu’à aujourd’hui et s’applique tout aussi bien aux échanges via les réseaux sociaux. Dans le même mouvement, note Schweitzer, la nationalisation de l’Etat ferme les échanges de travail avec les immigrés.
« L’étranger touriste court d’une curiosité estampillée comme telle à une autre et loge avec ses congénères dans des hôtels internationaux. Pour lui, la société dans laquelle il promène son kodak est, à part les curiosités, la même partout ; jusque dans les jungles de l’Inde ou les déserts d’Afrique il retrouve ses semblables dans les mêmes lieux privilégiés. Aucune relation spirituelle vraie avec les habitants ne peut se produire dans des conditions aussi spéciales et artificielles ».
Et il ne connaissait pas le selfie ! Les deux dernières citations semblent montrer que l’appauvrissement en expérience communicable dans les relations humaines dont parle Walter Benjamin (Le Narrateur. Réflexions à propos de l’œuvre de Nicolas Leskov) en l’attribuant aux conséquences de la Première guerre mondiale lui est en fait antérieure et dues aux innovations techniques mal socialisées.
Le nationalisme et la culture de l’identité nationale ont conduit a une faillite de la conscience internationale :
« aucun peuple ne se sentait plus responsable de l’humanité de la civilisation en lui et en dehors de lui »
Si la catastrophe a permis à la bêtise et la grossièreté de s’épanouir c’est qu’elles étaient déjà là. Elle est le produit d’une époque pauvre en hommes libres Elle n’a en outre rien produit d’une possible régénération. Elle n’a fait qu’en obscurcir la nécessité. La dégradation est telle qu’avant même de songer à rétablir l’autorité de la raison, il nous faudra restaurer son honneur.
La sélection des passages faite par Jean Paul Sorg qui a été de 2008 à 2011 président de l’Association Française des Amis d’Albert Schweitzer et qui dirige depuis 2003 les Cahiers Albert Schweitzer en souligne l’actualité. Je voudrais pour conclure retenir, en deux temps, celle-ci :
« La conduite des affaires de la société, nous l’avons laissée entièrement entre les mains de ceux qui par leur naissance, un choix professionnel ou un bulletin de vote, sont entrés dans la carrière politique. Le droit appartient entièrement aux juristes, la théologie entièrement aux théologiens, l’éducation entièrement aux maîtres d’école. Pour avancer sur le chemin du progrès, nous plaçons toute notre confiance dans ces seuls professionnels »
Même si aujourd’hui ces aspects se sont encore d’avantage dégradés, les praticiens ayant été eux-même dessaisi de leur discipline aux profits d’experts, l’absence de vue d’ensemble explique qu’à l’époque ils aient si nombreux sombré dans le nationalisme. La seconde partie de la proposition reste vraie aussi, me semble-t-il, avec la réserve que les spécialités se sont encore d’avantage fragmentées et sont de plus en plus parcellaires :
« Nous ne paraissons pas nous soucier de l’absence d’un esprit général, qui à côté des connaissance spécialisées et à travers elles examinerait les conditions de notre temps, relierait entre elles les disciplines particulières et les élèverait dans une unité supérieure. Nous ne pensons pas que le progrès, par delà les savoirs constitués, réclame des forces créatrices, novatrices, et, comme le montre historiquement les périodes de la Renaissance et des Lumières, que les conceptions qui transforment les mentalités et les comportements ont d’abord dû être produites par l’esprit général avant de s’imposer aux spécialistes et divers hommes de l’art. Sans doute ceux-ci sont-ils appelé à gérer pratiquement l’acquis , mais là où ils opèrent seuls ils ne sont pas capables de dépasser l’ordre établi et de répondre aux défis de leur époque. »
Je suis frappé par le fait que mêmes ceux qui sont en quêtes d’alternatives restent cantonnés dans leurs spécialités et ne s’intéressent guère aux alternatives développées dans les autres secteurs.
Comme on l’aura constaté, Psychopathologie du nationalisme permet de découvrir des écrits de philosophie politique dus à Albert Schweitzer et datant de 1915. Issu d’un autre tradition, son approche et son langage ne me sont pas familiers. C’est précisément cette étrangeté qui est intéressante. Seule une mise à distance des ses propres conceptions permet de les approfondir. En tout état de cause l’important est de constater que même si, parus à titre posthume, ils n’ont pas été publiés à l’époque, il fallait alors du courage ne serait-ce que pour les penser ainsi. Une denrée rare aujourd’hui encore.
Le complément à cet ouvrage serait de penser aussi la question de l’internationalisme.
J’apporte à ceux que cette note de lecture aurait incités à lire le livre une précision à la demande de Jean-Paul Sorg. Une absence de points d’interrogation dans la postface déforme le propos de son auteur quand il s’interroge, page 135, sur la signification de la résolution d’Albert Schweitzer, citoyen allemand inquiet de la crise marocaine de s’engager au Gabon, colonie française. Il faut lire:
« Comprenons cette résolution soudaine, bien que ruminée depuis des mois, dans le contexte politique de l’heure. Comme un mouvement de solidarité avec la France ? Et comme une leçon donnée à l’Allemagne ? »
Le mode interrogatif a été changé en affirmation, ce qui en dénature le sens. De fait on ne sait pas exactement quels étaient ses sentiments alors si ce n’est qu’ils étaient au-delà de toute foi patriotique.
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Kza Han :
Tous les horizons ont des ailes / Alle Horizonte haben Flügel
an Alexander Kluge

Sous quel astre ?

Échappant
à la congestion du temps
un transmigrant
en perpétuel transit
se transmue
en machaon, morio, vulcain ;
en évent étincelant
battant des ailes
sur ses fines écailles
capte le rayon vert
en perpétuel transit
un transmigrant.

Unter welchem Gestirn ?

Der Zeitstauung
entrinnend
im fortwährenden Transit
ein Transwanderer
verwandelt sich
in papilio machaon, vanessa antiopa, vanessa atalanta ;
im funkelnden Vorfall
flügelschlagend
auf seinen feinen Schuppen
fängt den grünen Strahl auf
ein Transwanderer
im fortwährenden Transit.

Kza Han

Angles de site

De toute sa force
résistant à l’air vicié,
gingko, arbre du ciel
vêtu d’or.
De son noyau
lâchant une amande,
feuille en éventail
séparée de soi-même,
en quête de son double,
gingko, arbre du ciel
vêtu d’or.
Dans la foule
frappant le gong, faisant la quête,
un moine errant
en position de zazen
sur sa natte
illuminée par
le soleil couchant.
Forçant la divination
par la terre
par la poussière
par les cailloux,
à l’encontre du vent
à l’encontre de l’eau,
cette incommensurable église
face au Mont Vert.
Autour du 38e parallèle,
dans les chars abandonnés
depuis un demi-siècle,
fôlatrent des animaux rares
parmi des plantes rares
en l’absence des hommes.
Or une Coréenne d’Amérique
de retour au pays natal
sur le dos de la Grue Bleue
se met en tête
par le ciel
de déjouer le 38e parallèle,
au son âpre du komùngo
éraflant de ses six cordes
les frontières invisibles.

Höhenwinkel

Mit aller Macht
gegen die verdorbene Luft
sich wehrend,
Ginkgo, Himmelsbaum
in Gold gehüllt.
Aus seinem Kern
eine Mandel entlassend,
Fächerblatt
in sich selbst getrennt,
seine Zwiefalt suchend,
Ginkgo, Himmelsbaum
in Gold gehüllt.
In der Menschenmenge
den Gong schlagend,
Almosen sammelnd,
ein Wandermönch
in Zazenstellung>
auf seiner Strohmatte
durch den Sonnenuntergang
beleuchtet.
In die Wahrsagung eindringend
durch Erde
durch Staub
durch Steine
gegen Windgang
gegen Wassergang
diese inkommensurable Kirche
angesichts des Grünbergs.
Um den 38. Breitengrad
seit einem Halbjahrhundert
in den verlassenen Panzern
tummeln sich seltene Tiere
zwischen seltenen Pflanzen
in Abwesenheit der Menschen.
Nach der Heimkunft aber
setzt eine Koreanerin aus Amerika
auf dem Rücken des Blaukranichs
sich in den Kopf
durch Himmelflug
den 38. Breitengrad zu durchkreuzen
bei rohem Klang des Kòmungo
mit sechs Saiten
die unsichtbaren Grenzen
schrammend.

 Kza Han

Ekkehart Rautenstrauch est né en 1941, à Zwickau. Il fait ses études à la Kunsthochschule de Stuttgart. Il s’installe en France en 1968. Professeur à l’école des Beaux-Arts de Nantes entre 1972 et 1982, il enseigna jusqu’en 2006 à l’école d’Architecture de Nantes. En 1974, il explora LE TEMPS D’UNE JOURNÉE les possibilités du Landart. En 1976, il réalisa au Musée des Beaux-Arts de Nantes FOTOBAND, bande visuelle de 77 m de long, traduite en musique acoustique par Jean Schwarz… En janvier 2005, il fait voir « BALLADE à MELENCOLIA » à Rennes. Durant l’été 2007 fut présentée au 3D Center of Art and Photography de Portland la série cyclique d’images KUNSTFABRIK. En avril 2010, à la galerie nantaise Le Rayon Vert, Pixel/Pinsel, avec Jean-Luc Giraud, exalte la geste picturale des 3D, avec In lieblicher Bläue / En bleu suave et Chiron de Friedrich Hölderlin, et Six comètes, poèmes de Kza Han qu’il représente par anaglyphes. La dernière exposition qu’il mit en œuvre dans son pays natal, à la galerie Albstadt d’Ebingen, de novembre 2011 à février 2012, célébra sur papier « ZeichenRaumKlang », « Signe Espace Son », avec une salle consacrée aux Variations Goldberg de J.S. Bach, 32 peintures du thème avec ses variations. Ekkehart Rautenstrauch est décédé en janvier 2012.
En écho à ce que j’avais fait sur la Heimatla poétesse Kza Han dont j’avais déjà publié un texte m’a envoyé le poème  Sous quel astre ? Qu’elle a augmenté d’un autre texte en relation avec la situation du pays où elle est née, la Corée. Je l’en remercie.
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Beethoven en colère pour un sou perdu en fait un caprice

David Kadouch, révélation soliste instrumental aux victoires de la musique en 2010, joue, à Radio France, le Rondo Capriccio op.129 composé par Ludwig van Beethoven vers 1795 et complété par Anton Diabelli en 1828 pour une édition posthume.
En sus du plaisir musical dû à ce cher Ludwig van, comme on dit dans Orange mécanique de Stanley Kubrick, et à son talentueux interprète, ce qui m’a intrigué est le titre complet du rondo de Beethoven :  « Wuth über den verlornen Groschen ausgetobt in einer Kaprize » (Colère à cause du sou perdu déchargée dans un Caprice). C’est ainsi que l’œuvre a été popularisée et on peut imaginer que cela soit tiré de quelque vécu. Un sou est un sou surtout quand on est sans,  ce qui fut un temps le cas du célèbre compositeur. Le titre n’est pas de Beethoven. Peu importe. On peut se raconter une histoire. Celle que j’imagine conduit à ce qui manque à notre époque propice aux colères, à savoir le déchargement de la pulsion de colère dans un Caprice. Léger est-il précisé,  Autrement dit sa transformation en un acte créatif, dans une forme – celle du capriccio – libre et enjouée, quasiment son contraire. Le Rondo Capriccio passe pour une expression de l’humour de Beethoven voire du rire en musique.
Transformer une énergie pulsionnelle en énergie créatrice n’est évidemment pas simple. On peut en voir une preuve dans le fait que Beethoven ait laissé son œuvre inachevée. Mais ce n’est pas une raison pour ne pas tenter de le faire. Je m’y essaye.
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#Marx200 Le Fragment sur les machines

Karl Marx dans ma bibliothèque. En rentrant de Rda où j’avais eu ou acheté ce petit buste, j’ai mis un peu de peinture rouge sur son nez pour ne pas oublier que Marx avait en horreur l’idée qu’il pût y avoir des marxistes

In dem Maße aber, wie die große Industrie sich entwickelt, wird die Schöpfung des wirklichen Reichtums abhängig weniger von der Arbeitszeit und dem Quantum angewandter Arbeit als von der Macht der Agentien, die während der Arbeitszeit in Bewegung gesetzt werden und die selbst wieder − deren powerful effectiveness [mächtige Wirksamkeit] selbst wieder in keinem Verhältnis steht zur unmittelbaren Arbeitszeit, die ihre Produktion kostet, sondern vielmehr abhängt vom allgemeinen Stand der Wissenschaft und dem Fortschritt der Technologie, oder der Anwendung dieser Wissenschaft auf die Produktion. […]
Der wirkliche Reichtum manifestiert sich vielmehr − und dies enthüllt die große Industrie − im ungeheuren Mißverhältnis zwischen der angewandten Arbeitszeit und ihrem Produkt wie ebenso im qualitativen Mißverhältnis zwischen der auf eine reine Abstraktion reduzierten Arbeit und der Gewalt des Produktionsprozesses, den sie bewacht. Die Arbeit erscheint nicht mehr so sehr als in den Produktionsprozeß eingeschlossen, als sich der Mensch vielmehr als Wächter und Regulator zum Produktionsprozeß selbst verhält. […]
Der Diebstahl an fremder Arbeitszeit, worauf der jetzige Reichtum beruht, erscheint miserable Grundlage gegen diese neuentwickelte, durch die große Industrie selbst geschaffne. Sobald die Arbeit in unmittelbarer Form aufgehört hat, die große Quelle des Reichtums zu sein, hört und muß aufhören, die Arbeitszeit sein Maß zu sein und daher der Tauschwert [das Maß] des Gebrauchswerts. Die Surplusarbeit der Masse hat aufgehört, Bedingung für die Entwicklung des allgemeinen Reichtums zu sein, ebenso wie die Nichtarbeit der wenigen für die Entwicklung der allgemeinen Mächte des menschlichen Kopfes. Damit bricht die auf dem Tauschwert ruhnde Produktion zusammen, und der unmittelbare materielle Produktionsprozeß erhält selbst die Form der Notdürftigkeit und Gegensätzlichkeit abgestreift. Die freie Entwicklung der Individualitäten und daher nicht das Reduzieren der notwendigen Arbeitszeit, um Surplusarbeit zu setzen, sondern überhaupt die Reduktion der notwendigen Arbeit der Gesellschaft zu einem Minimum, der dann die künstlerische, wissenschaftliche etc. Ausbildung der Individuen durch die für sie alle freigewordne Zeit und geschaffnen Mittel entspricht.
Das Kapital ist selbst der prozessierende Widerspruch [dadurch], daß es die Arbeitszeit auf ein Minimum zu reduzieren strebt, während es andrerseits die Arbeitszeit als einziges Maß und Quelle des Reichtums setzt. Es vermindert die Arbeitszeit daher in der Form der notwendigen, um sie zu vermehren in der Form der überflüssigen; setzt daher die überflüssige in wachsendem Maß als Bedingung − question de vie et de mort [Frage auf Leben und Tod] − für die notwendige. Nach der einen Seite hin ruft es also alle Mächte der Wissenschaft und der Natur wie der gesellschaftlichen Kombination und des gesellschaftlichen Verkehrs ins Leben, um die Schöpfung des Reichtums unabhängig (relativ) zu machen von der auf sie angewandtenArbeitszeit. Nach der andren Seite will es diese so geschaffnen riesigen Gesellschaftskräfte messen an der Arbeitszeit und sie einbannen in die Grenzen, die erheischt sind, um den schon geschaffnen Wert als Wert zu erhalten. Die Produktivkräfte und gesellschaftlichen Beziehungen − beides verschiedne Seiten der Entwicklung des gesellschaftlichen Individuums − erscheinen dem Kapital nur als Mittel und sind für es nur Mittel, um von seiner bornierten Grundlage aus zu produzieren. In fact aber sind sie die materiellen Bedingungen, um sie in die Luft zu sprengen. […]
Die Natur baut keine Maschinen, keine Lokomotiven, Eisenbahnen, electric telegraphs [elektrischen Telegraphen], selfacting mules [20: selfactor = von Richard Roberts 1825 erfundene automatische Spinnmaschine] etc. Sie sind Produkte der menschlichen Industrie; natürliches Material, verwandelt in Organe des menschlichen Willens über die Natur oder seiner Betätigumg in der Natur. Sie sind von der menschlichen Hand geschaffne Organe des menschlichen Hirns; vergegenständlichte Wissenskraft. Die Entwicklung des capital fixe zeigt an, bis zu welchem Grade das allgemeine gesellschaftliche Wissen, knowledge [Kenntnisse], zur unmittelbaren Produktivkraft geworden ist und daher die Bedingungen des gesellschaftlichen Lebensprozesses selbst unter die Kontrolle des general intellect [allgemeinen Verstandes] gekommen und ihm gemäß umgeschaffen sind. Bis zu welchem Grade die gesellschaftlichen Produktivkräfte produziert sind, nicht nur in der Form des Wissens, sondern als unmittelbare Organe der gesellschaftlichen Praxis; des realen Lebensprozesses ».
Karl Marx : Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie (Oktober 1857 bis Mai 1858)
Das sogenannte »Maschinenfragment«Das Kapitel vom Kapital − Heft VI, [MEW 42 Seite 590] [Fixes Kapital und Entwicklung der Produktivkräfte der Gesellschaft
Lien vers fragment en entier en allemand.
Cependant, à mesure que se développe la grande industrie, la création de la richesse effective dépend moins du temps de travail et du quantum de travail employé que de la puissance des agents mis en mouvement au cours du temps de travail, laquelle à son tour – leur puissance efficace – n’a elle-même aucun rapport avec le temps de travail immédiatement dépensé pour les produire, mais dépend bien plutôt de l’état général de la science et du progrès de la technologie, autrement dit de l’application de cette science à la production. […] La richesse effective se manifeste plutôt – et c’est ce que dévoile la grande industrie – dans l’extraordinaire disproportion entre le temps de travail employé et son produit, tout comme dans la discordance qualitative entre un travail réduit à une pure abstraction et le pouvoir du processus de production qu’il contrôle. Ce n’est plus tant le travail qui apparaît comme inclus dans le processus de production, mais l’homme plutôt qui se comporte en surveillant et en régulateur du processus de production.[…]
Le vol du temps de travail d’autrui, sur lequel repose la richesse actuelle, apparaît comme une base fondamentale misérable comparée à celle, nouvellement développée, qui a été créée par la grande industrie elle-même. Dès lors que le travail sous sa forme immédiate a cessé d’être la grande source de la richesse, le temps de travail cesse et doit nécessairement cesser d’être sa mesure et, par suite, la valeur d’échange d’être la mesure de la valeur d’usage. Le surtravail de la masse a cessé d’être la condition du développement de la richesse générale, de même que le non-travail de quelques-uns a cessé d’être la condition du développement des puissances universelles du cerveau humain. Cela signifie l’écroulement de la production reposant sur la valeur d’échange, et le processus de production matériel immédiat perd lui-même la forme de la pénurie et de la contradiction. C’est le libre développement des individualités, où l’on ne réduit donc pas le temps de travail nécessaire pour poser du surtravail, mais où l’on réduit le travail nécessaire de la société jusqu’à un minimum, à quoi correspond la formation artistique, scientifique, etc., des individus grâce au temps libéré et aux moyens créés pour eux tous. Le capital est lui-même la contradiction en tant que processus, en ce qu’il s’efforce de réduire le temps de travail à un minimum, tandis que d’un autre côté il pose le temps de travail comme seule mesure et source de la richesse. C’est pourquoi il diminue le temps de travail sous la forme du travail nécessaire pour l’augmenter sous la forme du travail superflu ; et pose donc dans une mesure croissante le travail superflu comme condition – question de vie ou de mort – pour le travail nécessaire. D’un côté donc, il donne vie à toutes les puissances de la science et de la nature comme à celles de la combinaison sociale et du commerce social pour rendre la création de richesse indépendante (relativement) du temps de travail qui y est employé. De l’autre côté, il veut mesurer au temps de travail ces gigantesques forces sociales ainsi créées, et les emprisonner dans les limites qui sont requises pour conserver comme valeur la valeur déjà créée. Les forces productives et les relations sociales – les unes et les autres étant deux côtés différents du développement de l’individu social – n’apparaissent au capital que comme les moyens, et ne sont pour lui que des moyens de produire à partir de la base fondamentale bornée qui est la sienne. Mais en fait elles sont les conditions matérielles pour faire sauter cette base. […]
La nature ne construit ni machines, ni locomotives, ni chemins de fer, ni télégraphes électriques, ni métiers à filer automatiques, etc. Ce sont là des produits de l’industrie humaine : du matériau naturel, transformé en organes de la volonté humaine sur la nature ou de son activation dans la nature. Ce sont des organes du cerveau humain créés par la main de l’homme : de la force de savoir objectivée. Le développement du capital fixe indique jusqu’à quel degré le savoir social général, la connaissance, est devenue force productive immédiate, et par suite, jusqu’à quel point les conditions du processus vital de la société sont elles-mêmes passées sous le contrôle de l’intellect général, et sont réorganisées conformément à lui. Jusqu’à quel degré les forces productives sociales sont produites, non seulement sous la forme du savoir, mais comme organes immédiats de la pratique sociale ; du processus réel de la vie. »
Karl Marx,  Manuscrits de 1857-1858 (« Grundrisse ») Les Éditions sociales, Paris, 2011, p. 660-662. Traduction de Jean-Pierre Lefebvre (modifiée)

Repris depuis La Revue du projet, n° 40, octobre 2014
Le texte ci-dessus de Karl Marx est extrait d’un autre plus conséquent connu sous le nom de Fragment sur les machines, lui même tiré des Grundrisse. Je le commenterai à partir des travaux de Bernard Stiegler qui s’efforce de repartir des questions posées par Marx et oubliée, y compris par Marx lui-même, pour une nouvelle intelligence des réalités d’aujourd’hui. Je partirai pour l’essentiel du livre de Bernard Stiegler États de choc / Bêtise et savoir au XXIème siècle Essai Mille et une nuits (2012). Stiegler y appelle à relire les Grundrisse dont ce texte est extrait contre le diktat des « althussériens » affirmant qu’avant la rédaction du Capital, Marx ne serait pas « scientifique ». Il cite encore largement le fragment sur les machines dans un autre livre : La société automatique 1 L’avenir du travail (Fayard 2015) puisque ce sont ces questions que Marx anticipe et qui nous secouent aujourd’hui.
Et commençons par poser la question même de la critique et de la relecture.
« Critiquer, cela signifie relire et relire en détail » (Bernard Stiegler)
« Oh çui-là avec sa critique ! ». Il règne une grande confusion sur le mot critique le plus souvent interprété comme inamical, témoignage d’une attitude négative. On en est au point où critiquer est dégradé au rang d’un crêpage de chignon, où critiquer signifie chercher querelle.
C’est juste le contraire. Critiquer signifie exercer une capacité de jugement. Y renoncer revient à servir les pouvoirs de leaders qu’ils soient de droite ou de gauche ravalant les adhérents de leurs organisations à des fan-clubs. La critique ne se réduit pas à une posture oppositionnelle ou encore de simple résistance. Une bonne critique débouche sur une alternative même quand cette dernière n’est pas ou pas encore formulable. En ce sens, il faut réarmer la critique c’est à dire poser de nouvelles limites de droit aux faits créés par la performativité techno-logique, ce que l’on appelle la gouvernance algorithmique, ce à quoi renonce la politique. Le droit relève de la délibération s’est à dire de la confrontation des points de vue.
Critiquer un texte ancien c’est, en le lisant avec attention et en le relisant le cas échéant dans le détail, en retirer ce qui nous intéresse encore, c’est à dire peut servir de point de départ à une réflexion contemporaine, se l’approprier au point de devenir l’auteur de sa lecture. Concernant Marx lui-même, critiquer est la seule façon de l’honorer. Et c’est aussi critiquer les lecteurs de Marx. Marx disait : « moi, au moins, je ne suis pas marxiste ». Critiquer un texte consiste aussi à la placer sur une ligne de temps. C’est dans le cas des dialogues avec les disparus, en l’occurrence ici et singulièrement avec Marx, la quête de ce que le passé contient de futur.
« Le dialogue avec les morts ne doit pas se rompre tant qu’ils n’ont pas rendu la part d’avenir qui est enterrée avec eux » (Heiner Müller)
Les Fondements pour une critique de l’économie politique familièrement appelé les Grundrisse de Marx bénéficient par leur actualité d’un regain d’intérêt aujourd’hui. Et pour cause :
« Il est question dans les Grundrisse, comme nulle part ailleurs de la technique, de l’automatisation, du savoir concrétisé sous forme de machine devenant capital fixe : tout ce qui se produit à présent sous nos yeux » (Bernard Stiegler).https://www.cairn.info/revue-rue-descartes-2017-1-page-119.htm
D’abord, reprenons le texte au plus prêt avant de l’extrapoler et de le mettre en relation avec d’autres. Il est extrait des réflexions sur le Capital fixe et le développement des forces productives de la société (Fixes Kapital und Entwicklung der Produktivkräfte der Gesellschaft). Il s’appuie sur une citation d’Andrew Ure, auteur de La philosophie des manufactures. Ce dernier imagine dans l’avenir un automate géant composé de multiples mécanismes combinés à des organes dotés de raison qui agissent ensemble et sans interruption et sont soumis à une force qui les met d’elle même en mouvement. L’imaginaire de l’automatisation est ancien.
Un mot sur ce que l’on trouve avant l’extrait cité  : Marx traite de la transformation de l’outil de travail en machines. Plus précisément en machinerie – « die Verwandlung des Arbeitsmittels in Maschinerie »-, terme qu’il utilise pour désigner le fait qu’elles forment un système et que cela concerne la grande industrie. Cette transformation conduit à ce que la création de la véritable richesse cesse de dépendre du temps et de la quantité de travail mis en mouvement et repose d’avantage sur l’utilisation de la technoscience. Et nous en arrivons au début de notre extrait :
 « Cependant, à mesure que se développe la grande industrie, la création de la richesse effective dépend moins du temps de travail et du quantum de travail employé que de la puissance des agents mis en mouvement au cours du temps de travail, laquelle à son tour – leur puissance efficace – n’a elle-même aucun rapport avec le temps de travail immédiatement dépensé pour les produire, mais dépend bien plutôt de l’état général de la science et du progrès de la technologie, autrement dit de l’application de cette science à la production »
Je souligne en les reprenant quelques autres passages :
« La richesse effective se manifeste plutôt – et c’est ce que dévoile la grande industrie – dans l’extraordinaire disproportion entre le temps de travail employé et son produit, tout comme dans la discordance qualitative entre un travail réduit à une pure abstraction et le pouvoir du processus de production qu’il contrôle »
Le temps de travail salarié cesse d’être la mesure de la création de richesses :
« Dès lors que le travail sous sa forme immédiate a cessé d’être la grande source de la richesse, le temps de travail cesse et doit nécessairement cesser d’être sa mesure »
Mais il se produit une « extraordinaire disproportion » entre le temps de travail et ce qu’il est capable de produire. Cela conduit à une énorme contradiction dans le capitalisme :
« en ce qu’il s’efforce de réduire le temps de travail à un minimum, tandis que d’un autre côté il pose le temps de travail comme seule mesure et source de la richesse ».
On voit l’énorme problème qui se pose en termes de redistribution des gains de productivité. Au terme de ce processus il n’y a plus rien de produit dont le travailleur puisse dire que c’est son œuvre. C’est cela la prolétarisation. Le prolétaire n’est pas le pauvre, c’est celui qui a vu son outil et ce qu’il a appris à en faire englouti dans la machine. La métamorphose de l’outil de travail en machinerie est pour Marx une tendance du Capital qui conduit dans un même temps d’une part à un formidable accroissement de la puissance du production et à une négation du travail. L’ensemble du processus de production n’est plus à rapporter à l’application du savoir faire de l’ouvrier mais à la mise en œuvre technologique des sciences. Le travail est dégradé en un simple moment de ce processus.
« La machine n’a plus rien de commun avec l’instrument du travailleur individuel. Elle se distingue tout à fait de l’outil qui transmet l’activité du travailleur à l’objet, […], l’ouvrier surveillant l’action transmise par la machine aux matières premières et la protégeant contre les dérèglements. Avec l’outil, c’était tout le contraire : le travailleur l’animait de son art et de son habileté propre, car le maniement de l’instrument dépendait de sa virtuosité. La machine qui possède habileté et force à la place de l’ouvrier est, elle-même, désormais le virtuose, car les lois de la mécanique agissant en elle l’ont dotée d’une âme »
Marx Fondements de la critique de l’économie politique Cité par Bernard Stiegler in États de choc / Bêtise et savoir au XXIème siècle Essai Mille et une nuits page 215
Marx ne parle pas seulement des machines en tant que système (machinerie), il parle également de leur automatisation.
« Die Wissenschaft, die die unbelebten Glieder der Maschinerie zwingt, durch ihre Konstruktion zweckgemäß als Automat zu wirken, existiert nicht im Bewußtsein des Arbeiters, sondern wirkt durch die Maschine als fremde Macht auf ihn, als Macht der Maschine selbst ».
La science qui contraint les éléments de la machinerie par leur construction fonctionnelle à agir comme automate n’existe pas dans la conscience de l’ouvrier, mais agit à travers la machine comme puissance qui lui est étrangère, comme puissance de la machine elle-même.
La machine devient un concurrent pour l’homme.
« Le travail intellectuel est mis au service de la réduction de la part de travail manuel dans le procès de production « , commente Bernard Stiegler ; il est aussi mis au service du Capital qui le transforme en capital fixe. Avec l’automatisation, dit Marx «  le travail vivant se trouve subordonné au travail matérialisé qui agit de manière autonome. Dès lors l’ouvrier est superflu ». La matérialisation des savoirs manuels et intellectuels dans la machine est le non pensé de ceux qui se réclament du marxisme. L’Union soviétique a sans discernement importé le taylorisme oubliant l’objectif d’émancipation c’est à dire de déprolétarisation faisant de la dictature du prolétariat une dictature de la bêtise. La philosophe Simone Weil avait perçu cela :
« Si demain on chasse les patrons, si on collective les usines, cela ne changera en rien ce problème fondamental qui fait que ce qui est nécessaire pour sortir le plus grand nombre de produits possible, ce n’est pas nécessairement ce qui peut satisfaire les hommes qui travaillent dans l’usine » (Simone Weil : La condition ouvière)
Main d’oeuvre / cerveau d’oeuvre
Dans la machinerie décrite par Marx la main d’œuvre tend à être remplacée par ce que Michel Volle appelle le cerveau d’œuvre pour désigner l’utilisation par la machine d’une partie de l’activité cérébrale conduisant à une extension et une généralisation de la prolétarisation.
« Le mot « œuvre », dans la locution main d’œuvre, est en vérité et précisément trompeur quand au couplage homme machine, dès lors que cette machine contribue à la prolétarisation […] Dans la relation entre la main et la machine, c’est cette dernière qui « œuvre » – aveuglément-, c’est à dire automatiquement, en sorte qu’il est difficile de parler d’ouvrage et d’œuvre cependant, s’il est vrai que ce mot indique toujours une ouverture : cette forme de la production, dite « de série », signifie au contraire que le système est fermé. On parle de productions de série dans la mesure où les produits ne sont pas des ouvrages, mais des ready-made commodities. (de la matière manufacturée) »
Bernard Stiegler : La société automatique 1. L’avenir du travail Fayard page 302)
On peut par analogie dire la même chose aujourd’hui pour le cerveau d’oeuvre Arrêtons-nous maintenant un instant sur ce terme de prolétarisation qui nous renvoie à une grande œuvre – à lire et relire – de Marx (cette fois avec Engels) à savoir le Manifeste du Parti Communiste :
Le développement du machinisme et la division du travail, en faisant perdre au travail de l’ouvrier tout caractère d’autonomie, lui ont fait perdre tout attrait. Le producteur devient un simple accessoire de la machine, on n’exige de lui que l’opération la plus simple, la plus monotone, la plus vite apprise. (…) »
Karl Marx et Friedrich Engels : Manifeste du Parti communiste (1848) Traduction de Laura Lafargue
A la place des ouvriers œuvrant car disposant d’un savoir faire, il n’y a plus que des instruments de travail. Le savoir faire et le savoir tout court ont été extériorisés dans la machine. En perdant le savoir, la force de travail devient exclusivement marchandise. Cette définition permet de ne pas confondre les prolétaires avec classe ouvrière ni d’ailleurs emploi et travail.
Bernard Stiegler rappelle que pour Marx, la prolétarisation est, dans le capitalisme, le destin de tous les producteurs.
«De porteur d’outils et praticien d’instruments, l’ouvrier est devenu lui-même un outil et un instrument au service d’une machine porteuse d’outils. Or, précisent ici Marx et Engels, ce destin est celui de tous les producteurs – et non seulement des ouvriers»
(Bernard Stiegler : Pour une nouvelle critique de l’économie politique  Galilée 2009 pages 54 et 55)
Marx et Engels :
Les anciennes petites classes moyennes, petits industriels, petits commerçants, petits rentiers, artisans et paysans, toutes ces classes tombent dans le prolétariat. [ … ] Aussi le prolétariat se recrute-t-il dans toutes les couches de la population. Karl Marx et Friedrich Engels : Manifeste du Parti communiste (1848) Traduction de Laura Lafargue
Pour Bernard Stiegler :
« Marx commet une erreur radicale en supposant que c’est par la prise de conscience de sa situation prolétarisée que le prolétariat peut échapper à sa condition et non par l’élaboration d’un nouveau type de savoir qui n’est pas la « science » marxienne que recherche Althusser, mais l’invention d’un nouveau processus d’individuation psychique, collective et technique constituant une nouveau rapport à la technique »
Stiegler États de choc / Bêtise et savoir au XXIème siècle Essai Mille et une nuits page 224
Si la question de la propriété ne règle rien, seule une prise en compte du caractère pharmacologique de la technique, c’est à dire la capacité pour cette dernière de pouvoir être utilisée soit pour dissocier c’est à dire jouer contre l’individuation soit pour à l’inverse associer c’est à dire favoriser l’individuation, permet d’envisager de l’utiliser positivement. Après-tout ce sont encore les hommes qui construisent les automates comme le rappelle le philosophe de RDA Wolfgang Heise cité plus loin.
L’industrialisation ne s’est pas arrêtée à ce qu’elle était du temps de Marx. Mais ce dernier a décrit les prémisses de ce qui n’a cessé de se développer :
« Le Fragment sur les machines décrit ce qui nous arrive maintenant : nous sommes en train de vivre cet accomplissement du capitalisme où le travail salarié, ce que l’on appelle aujourd’hui l’emploi, tend à régresser massivement. Marx ne dit pas qu’il faut casser les machines et s’opposer à la machine, mais qu’il faut inventer un nouveau rapport entre l’homme et la machine. Là est le cœur du sujet. […]
Les êtres connectés que deviennent la plupart d’entre nous sont calculés par des algorithmes qui les précèdent toujours, et qui font d’eux des auxiliaires du système, tout comme Marx montre dans le Fragment que les prolétaires deviennent des auxiliaires du « vaste automate » qu’est d evenue l’unité de production telle que la décrivait déjà Andrew Ure. Le problème est qu’ainsi calculés, les êtres connectés sont dé-singularisés, « moyennés », comme le montrait Gilles Châtelet, et qu’ils perdent l’hétéronomie qu’ils apportaient au système (hétéronomie du point de vue du système qui, en revanche, constituait, de leur point de vue, leur autonomie). C’est ainsi que ce système devient de ce fait tendanciellement et irrésistiblement entropique parce que structurellement autoréférentiel.La question est alors de réinjecter de la néguentropie dans le système . […]
Marx dans le Fragment sur les machines fait l’hypothèse que tout ce qui est salarié deviendra automatisable. Et, à partir de là, l’avenir n’est pas dans le salariat et l’emploi. L’avenir est au travail, et il faut faire de la mort de l’emploi une bonne nouvelle – et l’entendre comme dépassement de cette économie entropique qu’est l’économie du marketing et du pouvoir d’achat qu’elle capte en organisant la prolétarisation généralisée ».
« Entretien avec BERNARD STIEGLER », Rue Descartes, 2017/1 (N° 91), p. 119-140. DOI : 10.3917/rdes.091.0119. URL : https://www.cairn.info/revue-rue-descartes-2017-1-page-119.htm
A la prolétarisation des savoirs et des savoirs faire, s’ajoute celle des savoir-vivre :
«Ce ne sont pas seulement les savoir-faire qui sont détruits par la grammatisation industrielle -au service de laquelle les savoirs théoriques sont soumis. Les savoir-vivre sont eux-aussi liquidés par des processus de captation de l’attention qui reconfigurent en les standardisant les patterns comportementaux.
C’est alors le consommateur qui est privé de tout rôle inventif, et il ne transmet plus aucun savoir-vivre à ses descendants pas plus qu’il ne reçoit ceux de ses ascendants puisqu’il est au contraire contraint de les abandonner pour s’adapter à ceux que le marketing conçoit avec l’aide des sciences sociales et cognitives – le neuromarketing étant le stade le plus avancé de cette dimension de la prolétarisation »
Bernard Stiegler Etats de choc Bêtise et savoir au XXIème siècle pages 221-222
Le véritable slogan de ce bicentenaire de la naissance de Karl Marx devrait donc être : Prolétaires de tous les pays désautomatisez-vous.
Post-scriptum :
Je viens de découvrir que ces questions avaient aussi été pressenties par Heiner Müller et son ami, le philosophe et spécialiste de Hölderlin, Wolfgang Heise dans un dialogue de 1986 dans lequel à la fin il est question de la volonté du Capital de s’émanciper de la classe ouvrière dont les camps de concentration seraient un des modèles. Peu importe ici l’imprécision des termes et le manque de clarté – la conversation était préparatoire et sans doute pas prévue d’être publiée sous cette forme – ce qui compte me semble-t-il est de constater que la question pouvait être posée même si ce n’est qu’en esquisse, dès ce moment-là, avec la difficulté d’en dire plus par absence de tentative théorique marxiste. L’entretien date de 1988 :
Heiner Müller : il y a une métamorphose de la classe ouvrière et les camps de concentration en sont sûrement un modèle.
Wolfgang Heise : Eux d’un côté – ou bien l’usine automatisée.
Heiner Müller : Qui est la forme humaine de destruction et d’exploitation des forces de travail.
Wolfgang Heise : Mais l’usine automatisée doit aussi être fabriquée, produite. C’est la difficulté et la chance. Jusqu’à présent il n’y a pas de tentatives théoriquement utilisables. Ou bien le devenir-superflu des ouvriers…On le voit en Angleterre. Ce qui en reste peut se défouler dans le secteur tertiaire, donc dans diverses prestations de services. Mais qui sont par nature limitées ou le deviendront avec le temps. Donc cette évolution mène à la militarisation, qu’on le veuille ou non.
Heiner Müller : C’est évident. »
Wolfgang Heise / Heiner Müller : Dialogue à propos de Brecht Traduction Jean-Pierre Morel dans la Revue Europe n°1068 Avril 2018..
Et la militarisation est aujourd’hui elle-même robotisée.
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Karl #Marx200 :
Supposons que nous produisions comme des êtres humains

Sophie Rois lit avec un plaisir manifeste un texte de Karl Marx. Pour les germanistes qui souhaiterait l’écouter, cliquez sur weiter gucken pour accéder à l’émission d’Alexander Kluge qui diffusait un extrait des Nachrichten aus der ideologischen Antike Marx  Eisenstein das Kapital (Editions Suhrkamp). Je n’ai pas réussi à l’isoler. Profitez-en pour découvrir d’autres aspects. Ci-dessous le texte allemand et sa traduction.
„Gesetzt, wir hätten als Menschen produziert: Jeder von uns hätte in seiner Produktion sich selbst und den andren doppelt bejaht. Ich hätte 1. in meiner Produktion meine Individualität, ihre Eigentümlichkeit vergegenständlicht und daher sowohl während der Tätigkeit eine individuelle Lebensäußerung genossen, als im Anschauen des Gegenstandes die [über]individuelle Freude, meine Persönlichkeit als gegenständliche, sinnlich anschaubare und darum über alle Zweifel erhabene Macht zu wissen. 2. In deinem Genuß oder deinem Gebrauch meines Produkts hätte ich unmittelbar den Genuß, sowohl des Bewußtseins, in meiner Arbeit ein menschliches Bedürfnis befriedigt, also das menschliche Wesen vergegenständlicht und daher dem Bedürfnis eines andren menschlichen Wesens seinen entsprechenden Gegenstand verschafft zu haben, 3. für dich der Mittler zwischen dir und der Gattung gewesen zu sein, also von dir selbst als eine Ergänzung deines eignen Wesens und als ein notwendiger Teil deiner selbst gewußt und empfunden zu werden, also sowohl in deinem Denken wie in deiner Liebe mich bestätigt zu wissen, 4. in meiner individuellen Lebensäußerung unmittelbar deine Lebensäußerung geschaffen zu haben, also in meiner individuellen Tätigkeit unmittelbar mein wahres Wesen, mein menschliches, mein Gemeinwesen bestätigt und verwirklicht zu haben. Unsere Produktionen wären ebenso viele Spiegel, woraus unser Wesen sich entgegenleuchtete.“
(Karl Marx: Auszüge aus James Mills Buch ‘Elémens d’économie politique’, in: Institut für Geschichte der Arbeiterbewegung (Hg.): Marx – Engels – Werke, Berlin 1990, Band 40, S. 462f.)
« Supposons que nous produisions comme des êtres humains : chacun de nous s’affirmerait doublement dans sa production, à l’égard de soi-même et de l’autre. 1. Dans ma production, je réaliserais mon individualité, ma particularité ; j’éprouverais en travaillant, la jouissance d’une manifestation individuelle de ma vie, et dans la contemplation de l’objet, j’aurais la joie individuelle de reconnaître ma personnalité comme une puissance réelle, concrètement saisissable et échappant à tout doute. 2. Dans ta jouissance ou ton emploi de mon produit, j’aurais la joie spirituelle de satisfaire par mon travail un besoin humain de réaliser la nature humaine et de fournir au besoin d’un autre l’objet de sa nécessité. 3. J’aurais conscience de servir de médiateur entre toi et le genre humain, d’être reconnu et ressenti par toi comme un complément à ton propre être et comme une partie nécessaire de toi-même, d’être accepté dans ton esprit comme dans ton amour. 4. J’aurais dans mes manifestations individuelles, la joie de créer la manifestation de ta vie, c’est-à-dire de réaliser et d’affirmer dans mon activité individuelle ma vraie nature, ma sociabilité humaine. Nos productions seraient autant de miroirs où nos êtres rayonneraient l’un vers l’autre »
(Karl MARX, « Notes de lecture », in Economie et philosophie, Oeuvres, économie, Gallimard, Coll. La Pléiade, tome II, 1979, p 22.  Traduction par J. Malaquais et C. Orsoni)
 Je souligne bien sûr ce supposons par lequel Marx pose, comme dans un dialogue, cette hypothèse d’un travail qui ferait oeuvre, qui pourrait être proprement humain et libéré de la condition du salariat, qu’il décrit en négatif. Il imagine un système de production qui permettait au producteur de se reconnaître dans son produit et de s’individuer en s’inscrivant dans une relation à l’autre. Par là, il nous dit par antiphrase et en procédant à un renversement précisément que le système de production existant ne permet pas cela. Ses conséquences s’expriment dans les burn out. On mesure ainsi l’écart qui n’a depuis cessé de se creuser entre travail et emploi salarié. Marx ne nous dit pas ici pourquoi. Il abordera ailleurs la question du développement machinique qui fera l’objet de la prochaine chronique.

 


 

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Josef Beuys : Tout travail doit tendre à l’art. #Marx200

Extrait de l’émission d’Arte Le passé est futur – l’Allemagne vue par ses artistes Réalisation : Maria Anna Tappeiner (2014)
Tout travail humain doit fondamentalement tendre à l’œuvre d’art, nous dit en substance le plasticien allemand Joseph Beuys. Et la politique consisterait à s’occuper de cette question sous cet angle-là. Avec le développement du machinisme, le travail a perdu son sens de mise en œuvre d’un savoir faire qui est aussi celui de l’artiste. Libérer le travail consiste à lui rendre une capacité à œuvrer.

 

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#Marx200 : Un poème de Volker Braun

Place Marx-Engels à Berlin et ses touristes

Volker Braun :

Karl Marx

1
Was hat er uns abgenommen
An Mühe, der schwammige Herkules,
Diese zwölf mal zwölf
Übermenschlichen Arbeiten : die Wühlerei
In der ökonomischen Scheiße,
Das Tappen im Dunkeln der Systeme,
Mit beständigem Zeitungsschmieren,
Und der Abstieg in den Hades
Of Soho Square, mit dem kleinsten
Dreck gequält
, und vom Kopf auf die Füße

Das Denken gestellt, und diese Nächte
Für ein Ereignis von Konsequenzen !
2
Was hat er uns abgenommen
An Härte, der staatenlose
Diktator seiner Redaktionen und Töchter,
Diese wahre Ironiewut auf die biederen
Geistigen Stinktiere hier in Preußen,
Die Kurzleibigen Freundlichkeiten,
Den lebenslangen Hochverrat,
Und das Drücken auf den Beutel von Frederic,
Höchst ekelhaft, und die Grausamkeit
Gegen seinen schwindsüchtigen Leib,
Um die Sache an der Wurzel zu fassen,
Die der Mensch ist !
3
Aber was hat er uns überlassen !
Welchen Mangel an Illusionen.
Welchen weltweiten Verlust
An sicheren Werten. Welche verbreitete
Unfähigkeit, sich zu unterwerfen
Und wie ausgeschlossen, unter uns,
Nicht an allem zu zweifeln. Seither
All unsre Erfolge : nur Abschlagszahlung
Der Geschichte. Dahin die Zeit,
Sich nicht hinzugeben an die Sache
Und wie unmöglich, nicht ans Ende zu gehn :
Und es nicht für den Anfang zu halten !
1
Tous ces efforts dont il nous a débarrassés,
Cet Hercule spongieux,
Ces douze fois douze
Travaux surhumains : fouiner
Dans la merde de l’économie,
Tâtonner dans l’obscurité des systèmes,
Avec cette barbouille sans fin pour le journal,
Et la descente aux enfers
De Soho Square, tourmenté
Par la moindre saloperie, et remettant sur ses pieds
La pensée qui marchait sur la tête, et ces nuits
Pour un événement lourd de conséquences !
2
Toute cette dureté dont il nous a débarrassés,
Ce dictateur apatride
De ses rédactions et de ses filles,
Cette véritable ironie rageuse contre nos braves
Putois menteurs de Prusse,
Les gentillesses à la vie brève,
La haute trahison à vie,
Et la pression sur la bourse de Frédéric,
Absolument répugnant, et la cruauté
À l’égard de son corps phtisique
Pour saisir à la racine cette affaire
Qu’est l’être humain !
3
Mais tout ce qu’il nous a encore laissé !
Un tel manque d’illusions.
Une telle perte universelle
De valeurs sûres. Une telle incapacité
Généralisée à se soumettre !
Et comme il est exclu, entre nous,
De ne pas douter de tout. Depuis lors
Tous nos succès ne sont que des acomptes
Sur l’Histoire. Fini le temps
De ne pas se vouer à la cause,
Et impossible d’aller jusqu’à la fin
Sans la prendre pour le commencement !
Traduction Alain Lance
Ce poème de Volker Braun fut publié en 1974 dans son recueil Gegen die symmetrische Welt (Contre le monde symétrique) au Mitteldeutscher Verlag (RDA). Les passages en italique sont des citations de Marx lui-même, de sa fille Laura et de Friedrich Engels.
Mes remerciements à Alain Lance
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