Pour le centenaire de leur assassinat,
Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht : une lettre de prison et une du front

Planche de l’herbier de Rosa Luxemburg. Braut in Haaren (Jungfer in Grün, Gretchen im Busch, Schwarzkümmel) Nigella (Familie: Ranunculaceae) Gekauft unterwegs zum Zahnarzt. Breslau, 2. August 1918. Nigelle de Damas communément appelée « cheveux de Vénus », « diable-dans-le-buisson » ou « Belle-aux-cheveux-dénoués ». Achetée sur le chemin vers le dentiste. Breslau, 2. août 1918

 

 

Wronke, 2. 5. 17.

„Meine liebste kleine Sonjuscha!

Ihr lieber Brief kam mir richtig gestern, am 1. Mai. Er und die Sonne, die seit zwei Tagen scheint, haben meinem wunden Gemüt so wohlgetan. Mir war nämlich in den letzten Tagen sehr weh ums Herz, aber nun wird’s wieder besser. Wenn es bloß so bliebe mit der Sonne! Ich bin jetzt fast den ganzen Tag draußen, schlendre in den Sträuchern herum, suche alle Winkel meines Gärtleins ab und finde allerlei Schätze. Also hören Sie: Gestern, am 1. Mai, begegnete mir – raten Sie wer? – ein strahlender frischer Zitronenfalter! Ich war so beglückt, daß mir mein ganzes Herz zuckte. Er flog an meinen Ärmel – ich trage ein lila Jäckchen, und die Farbe lockte ihn wohl – dann gaukelte er in die Höhe und fort über die Mauer. Am Nachmittag fand ich drei verschiedene schöne Federchen: ein dunkelgraues vom Rotschwänzchen, ein goldfarbenes von einem Goldammer und ein graugelbes von einer Nachtigall. Wir haben nämlich hier viel Nachtigallen, ich hörte eine zum ersten Mal schon am Ostersonntag früh, und seitdem kommt sie jeden Tag in mein Gärtlein auf die große Silberpappel Die Federchen lege ich zu meiner kleinen Sammlung in ein hübsches blaues Schächtelchen: Ich habe dort auch Federchen, die ich in der Barnimstraße im Hof gefunden habe – von Tauben und Hühnern, und auch ein wunderschönes blaues von einem Eichelhäher aus Südende. Die „Sammlung“ ist noch sehr klein, aber ich betrachte sie mir gern manchmal. Ich weiß schon, wem ich sie jetzt schenken werde.

Heute früh aber entdeckte ich direkt an der Mauer, an der ich hinüberwandle, ein ganz verstecktes Veilchen! Das einzige in meinem ganzen Gärtlein. Wie gehts bei Goethe?

Ein Veilchen auf der Wiese stand,
Gebückt in sich, und unbekannt,
Ein kleines herziges Veilchen!“

Ich habe mich so gefreut! Ich schicke es Ihnen hier, und einen Kuß habe ich leicht darauf gedrückt, mag es Ihnen meine Liebe und meinen Gruß bringen. Ob es noch ein bißchen frisch ankommt? …

Dann habe ich heute Nachmittag die erste Hummel getroffen! Eine ganz große im neuen schimmernd-schwarzen Pelzröcklein mit goldgelbem Gürtel. Sie brummte im tiefen Baß und flog auch erst an mein Jäckchen, dann im großen Bogen hoch über den Hof weg. Die Knospen der Kastanien sind so groß, rosig und schwellend, vor Saft glänzend, in ein paar Tagen werden sie wohl die Blättchen herausstecken, die so wie kleine grüne Händchen aussehen. Wissen Sie noch, voriges Jahr, wie wir vor einer solchen Kastanie mit jungen Blättchen standen und Sie in drolliger Verzweiflung riefen: „Rrosa! (Sie schnarren ja das „R“ noch schärfer als ich), was soll man machen? Was soll man machen vor Entzücken?!“

Und noch eine Entdeckung hat mich heute beglückt. Vorigen April rief ich Euch einmal Beide, wenn Sie sich erinnern, telephonisch dringend um 10 Uhr früh in den Botanischen, um mit mir die Nachtigall zu hören, die ein ganzes Konzert gab. Wir saßen dann still versteckt im dichten Gebüsch auf Steinen an einem kleinen sickernden Wasser; nach der Nachtigall hörten wir aber plötzlich so einen eintönigen klagenden Ruf, der etwa so lautete: „Gligligligligliglick!“ Ich sagte, das klinge wie irgend ein Sumpf- oder Wasservogel, und Karl stimmte dem bei, aber wir konnten absolut nicht herausfinden, wer’s war. Denken Sie, denselben Klageruf hörte ich plötzlich hier in der Nähe vor einigen Tagen in der Frühe, so daß mir das Herz vor Ungeduld pochte, endlich zu erfahren, wer das sei. Ich hatte keine Ruhe, bis ich’s heute herausfand: es ist kein Wasservogel, sondern der Wendehals, eine graue Spechtart. Er ist nur ein wenig größer als der Sperling und hat seinen Namen daher, weil er in Gefahr die Feinde durch komische Gebärden und Kopfverrenkungen zu schrecken sucht. Er lebt nur von Ameisen, die er an seiner klebrigen Zunge ansammelt, wie der Ameisenbär. Die Spanier nennen ihn deshalb Hormiguero – der Ameisenvogel. Mörike hat übrigens auf diesen Vogel ein sehr hübsches Scherzgedicht gemacht, das Hugo Wolf auch vertont hat. Mir ist, als hätte ich ein Geschenk gekriegt, seit ich weiß, wer der Vogel mit der klagenden Stimme ist. Vielleicht schreiben Sie es auch Karl, es würde ihn freuen.

Was ich lese? Hauptsächlich Naturwissenschaftliches: Pflanzengeo­graphie und Tiergeographie. Gestern las ich gerade über die Ursache des Schwindens der Singvögel in Deutschland: es ist die zunehmende rationelle Forstkultur, Gartenkultur und der Ackerbau, die ihnen alle natürlichen Nist- und Nahrungsbedingungen: hohle Bäume, Ödland, Gestrüpp, welkes Laub auf dem Gartenboden – Schritt für Schritt vernichten. Mir war es so sehr weh, als ich das las. Nicht um den Gesang für die Menschen ist es mir, sondern das Bild des stillen unaufhaltsamen Untergangs dieser wehrlosen kleinen Geschöpfe schmerzt mich so, daß ich weinen mußte. Es erinnerte mich an ein russisches Buch von Prof. Sieber über den Untergang der Rothäute in Nordamerika, das ich noch in Zürich gelesen habe: sie werden genau so Schritt für Schritt durch die Kulturmenschen von ihrem Boden verdrängt und einem stillen grausamen Untergang preisgegeben.

Aber ich bin ja natürlich krank, daß mich jetzt alles so tief erschüttert. Oder wissen Sie? ich habe manchmal das Gefühl, ich bin kein richtiger Mensch, sondern auch irgend ein Vogel oder ein anderes Tier in Menschengestalt; innerlich fühle ich mich in so einem Stückchen Garten wie hier oder im Feld unter Hummeln und Gras viel mehr in meiner Heimat als – auf einem Parteitag. Ihnen kann ich ja wohl das alles sagen: Sie werden nicht gleich Verrat am Sozialismus wittern. Sie wissen, ich werde trotzdem hoffentlich auf dem Posten sterben: in einer Straßenschlacht oder im Zuchthaus. Aber mein innerstes Ich gehört mehr meinen Kohlmeisen als den „Genossen“. Und nicht etwa, weil ich in der Natur, wie so viele, innerlich bankerotte Politiker ein Refugium, ein Ausruhen finde. Im Gegenteil, ich finde auch in der Natur auf Schritt und Tritt so viel Grausames, daß ich sehr leide. Denken Sie z. B., daß mir das folgende kleine Erlebnis nicht aus dem Sinn kommt. Vorigen Frühling ging ich in meiner stillen leeren Straße von einem Feldspaziergang heim, als mir auf dem Boden ein dunkler kleiner Fleck auffiel. Ich bückte mich und sah ein lautloses Trauerspiel: ein großer Mistkäfer lag auf dem Rücken und wehrte sich hilflos mit den Beinen, während ein ganzer Haufen winziger Ameisen auf ihm herumwimmelten und ihn – bei lebendigem Leibe verzehrten! Mich schauerte es, ich nahm mein Taschentuch heraus und fing an, die brutalen Bestien wegzujagen. Sie waren aber so frech und hartnäckig, daß ich einen langen Kampf mit ihnen ausfechten mußte, und als ich endlich den armen Dulder befreit und weit aufs Gras gelegt hatte, waren ihm schon zwei Beine abgefressen. … Ich lief fort mit dem peinigenden Gefühl, daß ich ihm schließlich eine sehr zweifelhafte Wohltat erwiesen habe.

Jetzt gibt es schon so lange Dämmerung abends. Wie liebe ich sonst diese Stunde! In Südende hatte ich viele Amseln, hier sehe und höre ich jetzt keine. Den ganzen Winter fütterte ich ein Paar und nun ist es verschwunden. In Südende pflegte ich um diese Zeit abends in der Straße herumzuschlendern; es ist so schön, wenn noch im letzten violetten Tageslicht plötzlich die rosigen Gasflammen an den Laternen aufzucken und noch so fremd in der Dämmerung aussehen, als schämten sie sich selbst ein wenig. Durch die Straße huscht dann geschäftig die undeutliche Gestalt irgend einer verspäteten Portierfrau oder eines Dienstmädchens, die noch schnell zum Bäcker oder Krämer laufen, um etwas zu holen. Die Schusterkinder, mit denen ich befreundet bin, pflegten noch in der Straße im Dunkeln zu spielen, bis sie von der Ecke aus energisch nach Hause gerufen wurden. Um diese Stunde gab es immer noch irgend eine Amsel, die keine Ruhe finden konnte und plötzlich wie ein ungezogenes Kind kreischte oder plapperte aus dem Schlaf und geräuschvoll von einem Baum zum andern flog. Und ich stand da mitten in der Straße, zählte die ersten Sterne und mochte gar nicht heim aus der linden Luft und der Dämmerung, in der sich der Tag und die Nacht so weich aneinanderschmiegten.

Sonjuscha, ich schreibe Ihnen bald wieder. Seien Sie ruhig und heiter, alles wird gut werden, auch mit Karl. Auf Wiedersehen bis zum nächsten Brief, mein liebes kleines Vöglein.

Ich umarme Sie.
Ihre Rosa

Source Bibliotheca Augustana
Rosa Luxemburg, Briefe aus dem Gefängnis.
Berlin: Karl Dietz Verlag, 2000

 

„Von der Dicken Berta zur Roten Rosa“, oeuvre du plasticien israélien Yigal Tumarkin (1984) installée à la Verkehrsinsel am Spichernplatz à Berlin, rénovée fin 2018

« Wronki / Poznań, 2. 5. 17.

Ma petite Sonioucha chérie !

Votre chère lettre est arrivée juste au bon moment hier, pour le 1er mai. Elle, et le soleil qui brille depuis deux jours ont fait tant de bien à mon âme blessée. Ces derniers jours, mon cœur avait si mal, mais maintenant cela va déjà mieux. Si seulement le soleil pouvait rester encore un peu ! En ce moment, je suis dehors presque toute la journée, je flâne au milieu des buissons, j’examine chaque recoin de mon petit jardin et je trouve toutes sortes de trésors. Écoutez ça : hier, le 1er mai, j’ai rencontré – devinez qui ? – un papillon Citron tout neuf, étincelant ! Il m’a rendue si heureuse que mon cœur tout entier a bondi. Il est venu se poser sur ma manche – je porte un gilet mauve, c’est sûrement la couleur qui l’a attiré -, puis il a batifolé en s’élevant dans les airs et s’est envolé par-dessus le mur.

Et cet après-midi, j’ai trouvé trois jolies petites plumes d’oiseaux, toutes différentes : une gris foncé de rouge-queue, une dorée de bruant et une jaune et grise de rossignol. Ici, nous avons beaucoup de rossignols ; la première fois que j’en ai entendu un, c’était le dimanche de Pâques, à l’aube, et depuis, il vient chaque jour dans mon petit jardin se poser sur le peuplier argenté. J’ai ajouté ces plumes à ma collection dans une jolie boîte bleue : il y a déjà celles que j’avais trouvées dans la cour à la Barnimstrasse – des plumes de pigeons et de poules, et aussi une merveilleuse plume bleue d’un geai des chênes de Südende. Ma « collection » est toute petite encore, mais j’aime bien la regarder de temps en temps. je sais déjà à qui je la donnerai.

Et ce matin de bonne heure, j’ai aussi découvert, tout contre le mur que je longe pendant la promenade, une petite violette bien cachée, la seule de mon jardin. Comment est-ce dit chez Goethe ?

Une violette dans un pré,
Repliée sur elle-même, ignorée
Un amour de violette

J’étais si contente ! Je vous l’envoie, avec un baiser léger que j’y ai déposé, pour qu’elle vous apporte mon amour et mon bonjour. Sera-t-elle encore une peu fraîche en arrivant ?…

Et l’après-midi, j’ai rencontré le premier bourdon ! Très gros dans un nouveau petit manteau de fourrure noir et brillant, ceinturé de jaune d’or. Dans un bourdonnement de basse, il est venu lui aussi se poser sur mon gilet, puis il est parti en décrivant un grand arc au dessus de la cour. Les boutons des châtaigniers sont énormes, roses, gonflés et brillants de sève ; dans quelques jours sans doute, ils sortiront leurs petites feuilles, qui font penser à de minuscules mains vertes. Vous souvenez-vous l’année dernière, nous étions devant un de ces châtaigniers, couvert de ces petites feuilles toutes neuves, et dans une inquiétude cocasse, vous avez crié « Rrosa ! (vous roulez les r encore plus fort que moi) Que faire ? Que faire devant un tel ravissement ?! »

Et puis une autre découverte m’a comblée aujourd’hui. En avril dernier, si vous vous souvenez, je vous avais appelé tous les deux [Karl et Sophie Liebkknecht] au téléphone à dix heures du matin, pour que vous veniez de toute urgence au Jardin botanique écouter avec moi le rossignol qui donnait un véritable concert. Nous étions donc là, silencieux, assis sur des pierres, tout près d’un petit ruisseau qui courait, bien caché dans un épais buisson ; et soudain, juste après le rossignol, nous avons entendu un cri plaintif et monotone, quelque chose comme Gligligligligliglick ! J’avais dit que ça ressemblait à un oiseau des marais ou des rivières, Karl était de mon avis, mais nous étions absolument incapables de dire qui c’était. Eh bien, figurez-vous qu’il y a quelques jours, tôt le matin ici, j’ai soudain entendu ce même cri, tout près, si bien que mon cœur s’est mis à cogner d’impatience à l’idée de découvrir enfin qui cela pouvait bien être. Je n’ai pas eu de repos jusqu’à aujourd’hui, où j’ai trouvé : ce n’était pas du tout un oiseau des rivières, mais un torcol, une espèce de pic gris. Il est un peu plus gros que le moineau, son nom vient des mouvements comiques et des contorsions de tête qu’il fait pour essayer de faire peur à ses ennemis lorsqu’il est en danger. Il se nourrit exclusivement de fourmis, qu’il attrape avec sa langue collante, comme le fourmilier. Voilà pourquoi les Espagnols l’appellent horniguero, l’oiseau aux fourmis. D’ailleurs Mörike a écrit sur cet oiseau un joli poème amusant qu’Hugo Wolf a mis en musique. J’ai l’impression d’avoir reçu un cadeau depuis que je sais qui est cet oiseau à la voix plaintive. Peut-être pouvez-vous l’écrire à Karl, ça lui ferait plaisir.

Ce que je lis ? Essentiellement des livres de sciences naturelles : géographie végétale et animale. Hier justement, je lisais quelque chose sur les causes de la disparition des oiseaux chanteurs en Allemagne : c’est l’exploitation intensive et systématique des forêts, l’horticulture et l’agriculture qui peu à peu détruisent le cadre naturel dans lequel ils nichent et se nourrissent : arbres creux, terres en friche, broussailles, feuilles mortes dans les jardins. cela m’a fait si mal de lire tout cela. Ce n’est pas que les oiseaux ne chantent plus pour les hommes qui me fait souffrir, c’est l’image de la disparition inéluctable et silencieuse de ces petites créatures sans défense, à tel point que je n’ai pu m’empêcher de pleurer. Cela m’a rappelé un livre russe du professeur Siber, que j’avais lu quand j’étais encore à Zurich, traitant de la disparition des Peaux-Rouges d’Amérique du Nord. Eux aussi, exactement de la même manière, se sont fait peu à peu chasser de leurs terres par les homme civilisés, et peu à peu, ont été livrés à une disparition silencieuse et cruelle.

Mais je dois être malade pour que tout me bouleverse aussi profondément. Ou alors savez-vous ce que c’est ? J’ai parfois le sentiment de ne pas être un vrai être humain, mais plutôt un oiseau ou quelque autre animal qui aurait très vaguement pris forme humaine ; au fond de moi, je me sens bien plus chez moi dans un petit bout de jardin comme ici, ou dans la campagne, entourée de bourdons et de brins d’herbe que – dans un congrès du Parti. A vous, je peux bien dire cela tranquillement : vous n’irez pas tout de suite me soupçonner de trahir le socialisme. Vous savez bien qu’au bout du compte, j’espère mourir à mon poste : dans un combat de rue ou au pénitencier. Mais mon moi profond appartient plus à mes mésanges charbonnières qu’aux « camarades ».

Ce n’est pas que je trouve dans la nature un refuge ou un asile, comme c’est le cas pour tant d’hommes politiques en ruines. Au contraire, je trouve là aussi, et à chaque instant, tant de cruauté que je souffre beaucoup. Savez-vous, par ex, que je n’arrive pas à me défaire de ce souvenir : au printemps dernier, je rentrais d’une promenade dans les champs, je marchais dans ma rue silencieuse et déserte quand une petite tache noire au sol m’attira. Je me penchai, et assistai alors à une tragédie muette : un gros scarabée, couché sur le dos, se débattait désespérément avec ses pattes contre une horde de minuscules fourmis qui grouillaient sur son corps et – le mangeaient vivant ! Je fus prise de frisson, sortis mon mouchoir et me mis à chasser ces bêtes cruelles. Mais elles étaient si impudentes et tenaces que je dus batailler longtemps contre elles, et quand enfin je délivrai ce pauvre martyr et le posai plus loin dans l’herbe, deux de ses pattes étaient déjà mangées… Je suis partie avec le sentiment affreux de ne lui avoir, en fin de compte, rendu qu’un bien douteux service.

Maintenant, nous avons de longs crépuscules. Comme j’aime d’ordinaire cette heure ! A Südente, j’avais beaucoup de merles, mais ici, je n’en vois pas et n’en entends aucun pour le moment. Tout l’hiver, j’ai nourri un couple mais il a disparu maintenant. A Südente, j’avais l’habitude de me promener dans les rues le soir à cette heure ; c’est si beau, dans la lumière violette du jour finissant, les flammes roses des réverbères qui s’animent au crépuscule, avec l’air tout étrange, comme si elles avaient un peu honte. Passe alors la silhouette un peu floue d’une concierge en retard, ou d’une servante qui court chez le boulanger ou l’épicier pour vite aller chercher quelque chose. Les enfants du cordonnier, avec lequel j’avais lié amitié, jouaient encore dehors dans l’obscurité, avant qu’on ne les rappelle vigoureusement à la maison depuis le coin de la rue. Il y avait toujours un merle à cette heure-ci qui ne trouvait pas le repos, et qui se mettait soudain à piailler comme un enfant mal élevé, ou qui, dès le réveil, se mettait à voler bruyamment d’un arbre à l’autre en bavassant. Et moi j’étais là au milieu de la rue, je comptait les premières étoiles et je ne voulais pas rentrer, je ne voulais pas rentrer, je ne voulais pas quitter la douceur de l’air et ce crépuscule où le jour et la nuit s’effleuraient si doucement.

Sonioucha, je vous écris à nouveau bientôt. Soyez calme et sereine, tout ira bien, même pour Karl. Quant à vos soucis domestiques, je vais écrire à Mathilde et ferai ce que je peux.
Au revoir, à la prochaine lettre, cher petit oiseau.

Je vous serre dans mes bras.

Votre Rosa »

Tiré de de Rosa, la vie / Lettres de Rosa Luxemburg
Traduites par Laure Bernardi et Anouk Grinberg
Les éditions de l’Atelier

Un texte pour notre anthologie de la litétraure allemande et alémanique.

Südende est un quartier de Berlin où habita Rosa Luxemburg

Mathilde : Mathilde Jacob et l’amie et la secrétaire de Rosa Luxemburg qui la considérait comme son ange gardien. Elle fut assassinée à Theresienstadt en 1942.

Sophie Liebknecht

Au moment où Rosa Luxemburg, qui avait passé en raison de son hostilité à la guerre presque toute la durée de la Première guerre mondiale en prison (Berlin-Barnimstraße, forteresse de Wronki/ Poznań et Breslau / Wroclaw) écrit cette lettre à Sophie Liebknecht, historienne de l’art et seconde épouse de Karl Libknecht, ce dernier contrairement à tous les usages – il était député du Reichstag – avait été envoyé au front en janvier 1915 puis condamné à quatre années de prison pour avoir appelé et pris la parole à la manifestation anti-militariste du 1er mai 1916. Il avait 44 ans.

Assassinats 15 janvier 1919

Après de véritables appels au meurtre, Rosa Luxemburg fut assassinée avec Karl Liebknecht  et jetée à l’eau, « sous les yeux des socialistes au pouvoir » (Hannah Arendt), le 15 janvier 1919. Elle avait 47 ans. Rosa Luxemburg est l’une des plus belles figures révolutionnaires européennes. Sa fin tragique avec celle de Karl Liebknecht aura des conséquences importantes sur l’histoire de l’Europe. Son aura dépassera largement le cercle des militants. A preuve l’hommage que lui rendit, par exemple, Albert Schweitzer.

Un certain Otto Runge, prolétaire désoeuvré, enrôlé comme chasseur dans les Corps francs, milices reconstituées d’éléments de l’armée allemande défaite en 1918 et  précurseurs des nazis, sera l’opérateur des basses oeuvres. Il lui broya le crâne de deux coups de crosse. Elle fut jetée inanimée dans une voiture et frappée encore. Finalement le lieutenant Vogel l’acheva d’une balle dans la tête. Ils jetèrent son corps dans le Landwehrkanal. “Elle nage, la truie” : tel est le compte-rendu de Runge qu’attendent ses supérieurs. Il est le seul à avoir été condamné (à deux ans de prison),  ses supérieurs furent acquittés. Le plus haut gradé W. Pabst sera putschiste et marchand d’armes. Et décoré par l’Allemagne fédérale. Karl Liebknecht sera abattu à bout portant juste à côté, dans le Tiergarten.

Avant d’être exécutés, Rosa Luxemburg et Karl Liebknecht avaient été transportés à l’hôtel Eden siège de l’état-major des Corps francs pour y être interrogés brutalement. Dans ce même hôtel Eden était également installé le prince Bernhard von Bülow, l’ex-chancelier impérial sous Guillaume II jusqu’en 1909. La bonne de sa femme a bien aperçu Rosa Luxembourg encadrée par des soldats passer dans le couloir. Mais il ne lui est rien apparu d’inhabituel. Le comte Harry Kesssler qui a déjeuné avec le couple quelques jours plus tard, écrit dans son journal, le 24 janvier 1919 :

« Ce qui frappe chez Bülow c’est que lui, le principal responsable du déclenchement de la guerre mondiale et de la ruine de l’Allemagne, affiche un telle tranquilité de conscience. Il porte le même visage rose, reposé, presque mignon avec lequel il y a vingt, quarante ans déjà (je le connais depuis aussi longtemps), il enfilait des perles avec esprit comme il sied devant de jolies femmes. De tous les événements qui se passaient dans le monde il ne voyait que son propre reflet rose dans le miroir. Un petit cochon porte-bonheur qui n’a jamais rien fait d’autre que de contempler son propre bonheur y compris après la catastrophe »

Cette indifférence le rend complice des meurtres. Tout comme l’ont été les dirigeants sociaux-démocrates de l’Allemagne à l’époque.

 

« LA LIBERTÉ est toujours aussi celle de ceux qui pensent différemment »

Image tirée du film d’Alexander Kluge : Nachrichten aus der ideologischen Antike (Suhrkamp)                   « LA LIBERTÉ est toujours aussi celle de ceux qui pensent différemment »

Karl Liebknecht a lui aussi eu une activité épistolaire avec sa femme et ses enfants nés d’un premier mariage. J’ai choisi une lettre à son fils Wilhelm (Helmi), né en 1901 et âgé alors de 14 ans.

 

Lettre de Karl Liebknecht à son fils :

« 1/10/15. À Helmi.

Mon cher enfant,

Ta carte du 13, que j’ai reçue il y a quelques jours, m’a fait beaucoup de plaisir, mais tu aurais dû m’écrire une lettre. Pour cette fois, c’est trop tard, mais pour la prochaine fois n’oublie pas ! C’est trop tard, car avant que tu reçoives ceci, j’entendrai la cloche de la gare de Mitau et avant que ta lettre m’arrive, je te serrerai dans mes bras, en chair et en os.

Je suis quelque peu courbaturé à la suite de mes fatigues des derniers temps. De retour au secteur, je me rends aujourd’hui à l’hôpital, probablement à Mitau.
Comme en septembre, le commandant de compagnie m’a fait visiter par le médecin du bataillon. Une nuit, comme nous travaillions dans la forêt (on sciait du bois), il faisait un froid de loup — je me suis évanoui. Une autre fois, après le repli russe au delà de la Düna, cela m’est arrivé sur le chemin de notre nouveau chantier.
Nous allions à travers les anciennes positions russes — un labyrinthe souterrain, commode, bien construit, mais naturellement effondré, en partie. Les cadavres gisaient sur la terre glacée, tordus comme des vers ou bien avec de grands bras étendus, comme s’ils voulaient se cramponner à la terre ou au ciel pour se sauver, la face contre le sol ou levée. Déjà noire parfois. Et — mon Dieu — j’ai vu aussi là beaucoup de nos morts. J’ai aidé à les débarrasser de ce qu’ils portaient sur eux — ces derniers souvenirs, qu’on envoie à la femme et aux enfants.
L’histoire de cette guerre sera plus simple, vois-tu, mon fils, que l’histoire de beaucoup d’autres guerres plus anciennes, car les forces causales de cette guerre remontent brutalement à la surface. Pense aux Croisades, dont l’aspect religieux, culturel et légendaire, est si embrouillé : une apparence qui recouvre évidemment de simples raisons économiques, car les Croisades n’ont été que de grandes expéditions commerciales.
La monstruosité de la guerre actuelle dans sa mesure, ses moyens, ses buts, ne dissimule rien, mais au contraire — elle découvre, révèle. Nous en reparlerons — de cela et d’autres choses.
Tu me demandes ce que tu dois lire. Je te conseille d’abord une histoire de la littérature. Prends tout Schiller. Parcours-le. Lis-le. Relis-le à fond et relis-le encore. Et puis prends Kleist, Kœrner, quelques volumes de Gœthe, Shakespeare, Sophocle, Eschyle et Homère. Régale-toi de tout cela et puis arrête-toi et lis avec attention. Demeure seul avec tes livres pendant de longues heures. Ils deviendront ainsi tes amis et toi leur confident. Je ne voudrais en rien t’influencer. C’est une nécessité, et un devoir pour toi de chercher toi-même. Chacun doit prendre la route qui lui convient. D’ailleurs, le moment n’est pas loin où nous parlerons de cela de vive voix.
Je suis ravi du sort de vos chenilles. Continuez leur élevage avec tous les soins les plus scientifiques.
Je dois achever. Nous attendons l’auto qui doit nous conduire au lazaret. Mon sac est à faire.

Je t’embrasse, mon petit, ne t’inquiète pas pour moi. Prends l’air le plus souvent possible. Bonjour à tous.

Ton Papa.»

(Karl Liebknecht : Lettres du front et de la geôle (1916-1918) traduites par Francis Tréat et Paul Vaillant-Coutourier. Libraire de l’Humanité 1924. Paru en fac-similé aux Editions du Sandre malheureusement sans note ni appareil critique).

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bd/Sophie_and_Karl_Liebknecht.jpg

Karl Liebknecht 1913 avec sa seconde femme Sophie et ses enfants d’un premier mariage : Wilhelm, Vera et Robert. Bildarchiv SAPMO-BArch Y10-444

A lire aussi sur le Sauterhin :
Au son d’une lyre crétoise
Janvier Rouge à Berlin

 

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Heiner Müller, Nietzsche l’effroi et le regard de la méduse (esquisse)

L’effroi de Müller versus l’effroi de Nietzsche

Ayant lu cela, Notre philosophie doit ici commencer non pas par l’étonnement, mais par l’effroi, phrase de Nietzsche commentée par Bernard Stiegler à l’Académie d’été de philosophie d’Epineuil le Fleuriel, il m’était immédiatement venu à l’esprit la difficulté que j’avais rencontrée à traduire le mot Schreck chez Heiner Müller à une époque où les traductions disponibles par exemple celle de Freud par Vladimir Jankélévitch le rendaient par frayeur. Et cela a provoqué l’impulsion d’une lecture de l’effroi chez Heiner Müller. Si l’on peut constater une proximité entre Heiner Müller et Friedrich Nietzsche, le premier lecteur du second, elle procède de deux démarches différentes, l’une artistique, l’autre philosophique. Et si les deux auteurs évoquent la nécessité de mettre l’effroi au point de départ des apprentissages, ce qui provoque l’effroi diffère chez l’un et l’autre. La question de l’homme de théâtre n’est pas celle du pansement (B. Stiegler : penser c’est panser, c’est à dire soigner). Il est de décrire et d’écrire la (les) blessure(s).

Müller Nietzsche effroi et regard de la méduse
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Greta Thunberg: « Nous ne pouvons résoudre une crise si nous ne la traitons pas comme telle »

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Heiner Müller et Paul Virilio

Couverture de la première édition allemande de Quartett de Heiner Müller dans la revue Filmkritik . Le texte de la pièce était précédé d’un entretien de Müller avec l’un des rédacteurs de la revue Harun Farocki. Son auteur  précise que Quartett peut se jouer dans un bunker après le troisième guerre mondiale.

L’hommage de Paul Virilio à Heiner Müller

«Je viens saluer mon frère, l’enfant de la guerre totale et de l’après-guerre totalitaire. Celui qui a vu passer la tempête, celle qui efface toute paix, à commencer par celle de l’esprit. Celui qui a su réaliser son œuvre au sein du chaos, dans le signe de contradiction d’une Europe dévastée. Un homme pour qui la Fin du monde était toujours d’actualité, à travers le feu, les décombres du passé. Mon frère de cendres qui revivait la débâcle, Stalingrad, Auschwitz ou Berlin, comme j’ai vécu la nuit du couvre-feu, l’horreur splendide des bombardements, la ruine des villes. A hauteur des grands tragiques tu prophétisais que l’homme n’est pas le centre du monde, mais sa fin, son achèvement. Et ceci, au moment où tout le malheur du monde provient sans doute du sentiment que l’homme est surpassable. Sentiment constamment renforcé par l’invention de machines qui prétendent lui succéder. Heiner mon frère de sang. Ton œuvre tout entière vient dissiper l’illusion fatale de l’eugénisme, l’éternel retour du machinal opposé à l’animal. Avec toi, l’ami, un monde finit, un monde commence et puisque mourir c’est continuer à naître, je te dis adieu.»

Paul Virilio 16 janvier 1996

La date du 16 janvier est celle des obsèques de Heiner Müller, décédé le 30 décembre 1995. Le texte était paru ce même jour dans le quotidien Libération. C’est celui que Virilio souhaitait lire à son enterrement et qui le sera par des amis du Théâtre de la Schaubühne.

Je dois beaucoup à Paul Virilio dont les écrits ont contribué à fissurer, du moins à élargir les fissures dans le mur que j’avais dans la tête et qui ne me permettait plus de comprendre ce qu’il se passait. Il m’ouvrait vers une autre façon de lire le monde. Avec d’autres, il m’a permis de changer de librairie. C’était à l’époque où j’étais en poste à Berlin pour le journal L’Humanité. Par l’intermédiaire d’une petite maison d’édition de Berlin-Ouest le Merve Verlag dirigé par Heidi Paris et Peter Gente commençaient à être introduits en Allemagne des textes de Baudrillard, Foucault, Guattari, Deleuze, Lyotard autant de choses qui alors, plus ou moins clandestinement, pénétraient en RDA et faisaient partie des discussion dans la mouvance müllérienne. Müller était très critique sur ce que l’on appelait le post-modernisme mais s’est intéressé aux auteurs regroupés sous ce vocable, qu’ils l’aient été à tort ou à raison n’est pas ici la question. C’est établi pour Baudrillard, Foucault que Müller a rencontré, pour Guattari et Deleuze notamment son Kafka. Il avait dans sa Bibliotèque Bunker archéologie et la Machine de vision de Virilio ainsi que d’autres des auteurs cités et pas mal de livres de Derrida dont je sais qu’il s’intéressait à Müller.

Il faudrait bien entendu pousser plus avant les investigations pour pouvoir apprécier les termes compliqués de l’échange franco-allemand qui a eu lieu là. Toujours est-il qu’il a eu lieu. Il y a peut-être quelque chose dans ce passé à reprendre pour nous.

J’ai eu le plaisir de rencontrer à plusieurs reprises Paul Virilio, toujours avec bonheur que ce soit pour des interviews ou sans raison particulière. Je me souviens du premier entretien. Il a été publié dans l’hebdomadaire Révolution pour lequel je travaillais à l’époque. C’était au lendemain de la Tragédie du Heysel. Le match de football entre Liverpool et la Juventus qui s’y déroulait s’est terminé par 39 morts et plus de 400 blessés.

J’avais assisté en 1988 en  compagnie de Virilio au spectacle La route des chars de Heiner Müller à Bobigny. Müller était présent. J’avais rêvé d’un entretien croisé Müller-Virilio et réussi à convenir d’une rencontre. Le jour et à l’heure dite, à la Coupole à Montparnasse, nous devions nous retrouver. Virilio était là ainsi que le metteur en scène et traducteur Jean Jourdheuil. Un seul absent Heiner Müller qui n’est pas venu. Je lui en ai beaucoup voulu. Et je n’ai jamais réussi à savoir le pourquoi de cette absence. Müller s’était fait reprocher par les autorités de son pays les propos qu’il avait tenu dans un précédent entretien qu’il m’avait accordé. Peut-être tout simplement ne voulait-il pas en rajouter.

Müller Bunker

Müller et Virilio se « connaissaient » donc. Connaître n’est pas le terme qu’emploie Virilio quand il décrit cette relation dans un texte d’août 1998 intitulé Müller Bunker :

« On meurt inconnu, étanche, même quand la célébrité a fait sauter la porte blindée d’un homme. Je n’ai donc pas connu Heiner Müller, aperçu quatre ou cinq fois, en tout, deux ou trois heures seulement, mais lorsque je l’imagine, je sens encore la graisse à fusil du mauser, le cuir des sangles qui soutiennent les cartouchières. En même temps, je revois Beuys et son stuka, en Crimée, et je me souviens de Fribourg, de la Forêt-Noire où j’étais en garnison à l’État-major de la première armée française. L’un de nos interprètes, paraît-il, s’appelait Alfred Döblin …[…]
C’est par le ciment que notre estime s’est peu à peu solidifiée. La dernière fois où nous nous sommes rencontrés, c’était l’automne à Paris et nous avons échangé quelques cadeaux: je lui ai donné mon stylo et il m’a offert un cadenas brisé, à propos de Berlin …
La serrure peut être fracturée, mais la porte est soudée par la rouille, l’oxydation de l’acier. »

Heiner Müller était « un frère », un « camarade d’exil croisé sur la route des chars d’un siècle impitoyable », écrit Virilio avant de commenter un extrait de l’un des poèmes de Müller :

« Sur l’écran je vois mes compatriotes
Avec leurs mains et leurs pieds voter
contre la vérité,
dont il y a quarante ans j’étais le détenteur.
Quelle tombe me préservera de ma jeunesse ?

«Télévision  »• in Heiner Müler, Poèmes 1949-1995. Paris, C. Bourgois éditeur, 1996

s’interrogeait Heiner Müller au grand dégel des pays de l’Est …
Pas une tombe, mon frère, un blockhaus, un bunker !
On ne partage jamais l’innocence, on ne partage que la culpabilité et : « lorsque tous seront coupables, ce sera la démocratie véritable (Camus). Celle des humbles, des pauvres qui ne jugent pas mais sont toujours jugés indésirables. »

La question du partage de la culpabilité a ému Heiner Müller. Dans un entretien avec Alexander Kluge en 1994, qui se trouve en regard du texte de Virilio dans la revue Drucksache dans lequel il a été édité, il disait à propos de cette question :

« Il y a quelques mois, à Paris, au cours d’une discussion sur un film qui avait été fait sur moi, j’ai rencontré Virilio. Après le film, une Bulgare que je connaissais depuis longtemps […] m’a interrogé au sujet de mes relations avec la Stasi. Et Virilio m’a dit après – j’ai trouvé cela très beau – que le seul espoir et la seule chance pour l’Europe se trouvait dans l’alliance des coupables. Il n’y a pas d’innocent. Ce ne sera que quand les nocents s’allieront en reconnaissant et partageant collectivement leur culpabilité que s’ouvrira une possibilité.»
(Heiner Müller im Gespräch mit Alexander Kluge August 1994. Trad.:BU)

Müller Bunker est paru dans Drucksache N.F.1 Paul Virilio édité par Wolfgang Storch / Heiner Müller-Gesellschaft. Richter Verlag ainsi qu’aux Editions Hazan | « Lignes »1999/1 n° 36 | pages 108 à 115
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Kza Han : « En croisées de souffles »

Kza Han a envoyé ce proème votif au SauteRhin. Je l’en remercie très chaleureusement.

En croisées de souffles-1
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Volker Braun au rivage de l’ouest

On trouvera ci-dessous un extrait de l’un des poèmes, Le rivage de l’ouest, paru dans le nouveau recueil de Volker Braun publié par les éditions Gallimard. Pour préserver la mise en page des textes d’abord en allemand puis en traduction française, ils sont présentés au format pdf  et suivis d’un petit commentaire.

Wesstrand

Dans ce choix de poèmes qui couvre les années 1960-2013, Volker Braun voyage de l’Allemagne de l’Est où il s’est entraîné à la marche debout, au besoin en se provoquant lui-même, à travers l’Europe jusqu’aux confins de l’ouest en s’alimentant tout au long du parcours au «marché noir» de l’humour. On va du Jardin d’agrément, Prusse (1960-1989) à L’opulence (2001-2014) en passant par Le massacre des illusions (1990-2000). Entre temps, le constat : «Le socialisme s’en va, Johnnie Walker arrive». Johnnie le marcheur ! Prémonitoire. Le socialisme dont il est question ici est celui de l’alternative et non celui qualifié de «réellement existant» dans lequel les ouvriers se mettaient à la disposition des usines et non l’inverse, ce qui est le cœur du problème et celui qui a conduit à son échec.
Volker Braun a intégré la dimension environnementale dans l’Internationale en y ajoutant d’autres damnés de la terre : aussi bien les phoques trahis, le buisson maltraité, les zones humides, l’antique savoir des minerais que les fleuves et les couchers de soleils.

Vous mes compagnons de lutte, ces déserts en marche,
Comme ils changent nos fiers projets
Avec leur stratégie du désespoir
Et nous encouragent de leurs trombes d’eau

Et l’homme englouti, ému de voir les
Raisonnables baleines,
Se soulève, rejoignant ses semblables, les minuscules
Racines.

Et notre Ligue, pourrie de part en part, si longtemps avilie
Par la solitude sur terre
Ressent
le désir élémentaire.

(Volker Braun L’Internationale)

Westrand, Le rivage de l’ouest (1995) dont est tiré l’extrait ci-dessus se situe dans le second des trois ensembles de cette anthologie. Il fait partie du groupe Massacre des illusions. J’ai hésité entre ce poème-ci et Wilderness et son Festin de crâne peut-être en raison, pour les deux, de leur composition particulière qui témoigne d’une diversification des formes poétiques avec ses lignes en retrait, ces phrases en escalier. Le recueil contient aussi plusieurs beaux exemples de prose. Si j’ai choisi celui-ci c’est aussi parce il y parle d’Althusser, question qui m’intéresse sous l’angle qu’aborde V.Braun et qui est proche de celui de Heiner Müller pour qui le philosophe est une figure d’Hamlet.
Il est beaucoup question dans cette anthologie de vase, gadoue, boue, fange. La boue peut être aussi bien celle que l’ouvrier extrait avec sa pelle que celle des illusions perdues, des promesses non tenues. La plaine – Brecht parlait des peines de la plaine qui sont devant nous (Brecht) devient la plaine de boue (titre d’un poème). L’éboueur et non le chiffonnier est ici le compagnon du poète. Dans le texte, les Marais pontins, on peut lire ceci :

Dans une baie de vase, je vis un couple
Agenouillé devant un tas de limon
Ils l’entassaient doucement à mains nues
Instillant aussi doucement la vase
Du bout de leurs doigts qui se rejoignaient.
Couverts de boue, en pleine jouissance
Toux deux dressaient peu à peu l’édifice
[…]

Dans Le rivage de l’ouest, j’ai été intrigué par ce mot de Schlick, en français la slikke, et j’aime bien fouiller les mots que je ne connais pas. Celui-ci est particulièrement intéressant dans le contexte dans lequel il est employé.

Dans cette slikke quotidienne
Où le haut est en bas et la mort est la vie.

La slikke désigne la partie de la vasière différente de la schorre (pré salé). Elle est recouverte à chaque marée. Son énorme biomasse microbienne joue un rôle essentiel dans le recyclage de la nécromasse. Biomasse/nécromasse. Il y a de la vie dans la gadoue. Vie et mort. Ce biotope est aussi particulièrement sensible à la dégradation du climat.
Slikke est un mot patois néerlandais signifiant « boue » et qui en danois signifie lécher, caresser. Cela peut se mettre en relation avec ce qui suit d’érotique et les «petits connins de la mer» anesthésiés par les citrons qui reprend mot pour mot le poème Les huîtres de l’époque où ces dernières avaient besoin de nombreux papiers de douane pour traverser le Mur. Comme une réminiscence malgré tout d’un bon temps même là-bas. Il y a de l’est dans l’ouest. Et réciproquement

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Alexander Kluge : L’ Unheimlichkeit (inquiétance) du temps

En mémoire de Paul Virilio
4 janvier 1932 – 10 septembre 2018

D‘Halberstadt à Alep
(en passant par Nantes avec – en hommage à – Paul Virilio)

Des bombardements de la ville d’Halberstadt à ceux d’Alep, je fais un détour par Nantes avec – et en hommage à – l’architecte, urbaniste et essayiste Paul Virilio. En construisant une sorte de dialogue franco-allemand, posthume pour l’un, entre les deux auteurs, comme un échange d’expériences vécues ainsi que le souhaite Alexander Kluge lui-même. Je le fais à partir de deux extraits de l’un et l’autre de ces deux « enfants de la guerre» (Virilio), extraits qui ne résument pas leurs œuvres mais signalent le point de départ d’une démarche qui à la fois se rejoint et reste différente.

L’actualité éditoriale est celle d’Alexander Kluge. Les éditions P.O.L viennent de publier le deuxième tome, de la « Chronique des sentiments » d’Alexander Kluge, l’Inquiétance du temps, chronique composée de 18 cahiers comprenant des ensembles historiques tels que : « Le bombardement de Halberstadt », « La casse par le travail » et « Le génie de la métropole ».

Deux photogrammes extraits de l’abc de la guerre de Bertolt Brecht. A gauche : population de Londres pendant une attaque aérienne. A droite : sans légende. ABC de la guerre. Presses Universitaires de Grenoble. Traduction Philippe Ivernel

 

 

Alexander Kluge :
„Der Himmel hört auf zu malen und wendet sich der Kritik zu“

Dort, über den Bergen, östlich von Aleppo, wo sonst aus den Morgennebeln die Sonne heraustrat: jetzt silbrige Glitzerpunkte in Reihe. Um sie herum – wie an so vielen anderen Tagen der gleichen Jahreszeit – färbte sich der Himmel nach Angaben von Zeugen, aber doch täglich stets etwas anders: stachelbeerfarb, bläulich-virtuos, flanellgelb, rotschimmernd, engelsfarb, hysterieweiß, rosa-melange. Und immer das Echo am entgegensetzten Westhorizont. Noch immer im Dunkel antwortete er auf die Lichtspritzer des Ostens.

Die Farbfülle zerstach die noch winzigen Artefakte, deren Motorenlärm in der Höhe ihrer Erscheinung vorauseilte. Noch waren sie Punkte. Und schon zog ihr Geräusch („die Posaune“), nämlich die Vorauserwartung, alle Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich. Zwanzig Minuten später war die Stadt zerstört. Obwohl es sechs oder acht solcher Angriffe bedarf, um sie tatsächlich auszulöschen – und dann sind immer noch Nester von Menschengeist im Gange, die sich zu retten und neu einzurichten suchen. Der Angriff der Flugzeuge, eine solche Einwirkung BEWAFFNETER INDUSTRIE, INGENIEURSZENTRIERTER HIMMELSMACHT, enthält einen starken SCHUB VON KRITIK.

Im Luftschutzkeller gefragt: Wo war die letzte Abzweigung für mich und meine Kinder, wenn es darum geht, dem Verhängnis, das in zwei Meilen Höhe über uns hereinbricht, zu entgehen? Vor zwanzig Jahren? Hätte ich gestern noch entkommen können? Wohin ausweichen? Kenntnis der sicheren Orte ist der Anfang der Philosophie.

Ein Bombengeschwader am frühen Morgen am wie immer gefärbten Himmel begründet das Denken neu. Wäre mein Körper aus Stahl und so biegsam wie eine junge Pappel, ich könnte das Bombenfragment, das mich treffen will, abfedern. So kritisiert der SICH VERÄNDERNDE HIMMEL OBEN, den Körper, die Sinne und den Geist und fordert dringlich den Homo Novus, wie er zuletzt 1917 von den Biokosmisten der russischen Revolution ins Auge gefaßt wurde. Wo Brüder seid Ihr jetzt in meiner Not? Es war genug Zeit, mit Euch in Verbindung zu treten, aber ich war beschäftigt. Ich habe die kristallenen Farben des Himmels abzuzählen versucht. Der Himmel in der Frühe und der in der Abenddämmerung ist in unseren Breiten ein begabter Maler. Einige Sekunden vor meinem Ende (und das meiner Lieben) – und wenn der Einschlag den Nachbarn trifft künftig immerfort – will ich himmelschreiender Kritiker sein. Ich sauge an den Zitzen der Wölfin, um dieses Wundermittel in mich hineinzufüllen, falls mir Zeit bleibt.

« Le ciel cesse de peindre et se tourne vers la critique »

« Là-bas, au-dessus des montagnes à l’est d’Alep, où d’habitude le soleil émergeait des brumes matinales, scintille maintenant une rangée de points argentés. Tout autour d’eux – comme en bien d’autres journées de cette saison – le ciel se colorait, selon des témoins, mais un peu différemment tous les jours : couleur groseille à maquereau, bleu virtuose, jaune flanelle, vermeil, couleur d’ange, blanc hystérique, rose mélangé. Et toujours leur résonance lumineuse à l’horizon opposé, côté ouest. Encore sombre, celui-ci faisait écho aux fulgurations éclatantes émises à l’est.

Perçant la profusion des couleurs, les artefacts encore minuscules dont l’apparition était devancée par le bruit des moteurs. Ce n’étaient encore que des points. Et déjà leur vrombissement (« le son des trompettes »), l’anticipation anxieuse, focalisait l’attention du spectateur. Vingt minutes après, la ville était détruite. Bien qu’il faille six ou huit attaques de cette sorte pour vraiment l’anéantir. Et même dans ce cas il y aura toujours DES FOYERS D’ESPRIT HUMAIN en activité, qui tenteront de s’en tirer et de se réorganiser. Pareille attaque aérienne, à savoir l’intervention D’UNE INDUSTRIE ARMÉE, D’UN POUVOIR CÉLESTE FONDÉ SUR L’INGÉNIERIE, implique une FORTE CHARGE CRITIQUE.

Et de s’interroger au fond de l’abri anti-aérien : À quel moment aurions-nous pu encore bifurquer, mes enfants et moi, afin d’échapper à cette fatalité qui s’abat sur nous d’une hauteur de 3000 mètres ? Était-ce il y a vingt ans ? Aurais-je pu l’éviter hier encore ? Où se mettre à l’abri ? La connaissance des lieux sûrs est le commencement de la philosophie.

Une escadrille de bombardiers qui surgit tôt le matin dans un ciel aux couleurs immuables refonde la pensée. Si mon corps était d’acier tout en ayant la souplesse d’un jeune peuplier, alors je pourrais amortir l’impact d’un fragment de bombe qui cherche à m’atteindre. Ainsi le CIEL CHANGEANT, TOUT LÀ HAUT, critique-t-il le corps, les sens et l’esprit, réclamant urgemment l’Homme nouveau tel qu’en dernier lieu les biocosmistes de la Révolution russe l’avaient conçu en 1917. Où êtes-vous, mes frères, alors que je suis en détresse ? Le temps n’a pas manqué pour entrer en contact avec vous, mais j’étais occupé. Je tentais de compter les couleurs cristallines du ciel. Sous nos latitudes, le ciel d’aurore, comme celui du crépuscule, est un peintre fort doué. À quelques secondes de ma fin (et de celle des êtres qui me sont chers) – et à tout jamais si c’est mon voisin qui est frappé – je veux clamer jusqu’aux nues ma critique. Je tête les mamelles de la louve pour absorber en moi ce remède miraculeux, si le temps m’est donné.

Alexander Kluge, Chronique des sentiments, Livre II, Inquiétance du temps. Édition dirigée par Vincent Pauval. Traductions de l’allemand par Anne Gaudu, Kza Han, Herbert Holl, Arthur Lochmann et Vincent Pauval. P.O.L, pp 12-14

Dès la préface de la Chronique des sentiments II, Alexander Kluge donne l’exemple ci-dessus de ce qu’il appelle des contre-récits qu’il oppose aux fantasmes produits par le monde globalisé et fonctionnalisé des algorithmes. La même inquiétance unit les bombardements d’hier à ceux d’aujourd’hui. Enfant de la guerre, Alexander Kluge vit dans un abri-antiaérien, le avril 1945, les bombardements et la destruction de sa ville natale, Halberstadt et fait le constat du «surgissement d’une industrie porteuse de bombes» et de l’émergence d‘une «stratégie d‘en haut». J’ai déjà amplement parlé du Raid aérien sur Halberstadt paru en édition séparée et qui avec quelques variantes est contenu dans la Chronique des sentiments II.

«L’aiguillon de l’inquiétude est le même aujourd’hui, lors d’un bombardement dans la région d’Alep, qu’en ce mois d’avril 1945 où ma sœur et moi-même avions dû trouver refuge dans un abri antiaérien. L’écart entre première et seconde nature – entre le surgissement d’une industrie porteuse de bombes (stratégie d’en haut) et l’idée de fuite, la quête d’une issue pour nous, les prisonniers du sous-sol (stratégie d’en bas), demeure un absolu.» (Kluge Chronique II)

Dans l’avant-propos aussi, l’auteur allemand exprime le souhait d’une mise en commun des expériences des sociétés française et allemandes. Je vais tenter non une mise en commun mais une mise en relation entre Alexander Kluge et Paul Virilio, décédé en septembre dernier. J’ai été quelque peu troublé de n’apprendre sa mort qu’avec trois mois de retard. Paul Virilio, autre enfant de la guerre, est témoin, à la même époque, des bombardements anglo-américains à Nantes, et de ce que lui appelle «l‘avènement du dessus», dans son rapport à la ville. Il a assisté en même temps à des phénomènes d’exode. Kluge et Virilio ont le même âge. Ils sont tous deux nés la même année à un mois d’intervalle. Voici comment Paul Virilio relate cette expérience, depuis un balcon où il assiste à l’apparition de la verticale qui barre la ligne d’horizon :

19 janvier 1991, Bagdad, Irak. Viseur d’un avion de chasse français prenant pour cible un dépôt de munition irakien pendant la Guerre du Golfe. Catalogue de l’exposition Ce qui arrive conçue par Paul Virilio à la Fondation Cartier en 2002-2003

Paul Virilio : « L’avènement du ciel dans l’histoire»

Je me souviens de ce balcon à Nantes, sur la rue Saint-Jacques, une cheminée d’usine dépassait derrière la façade, en vis-à-vis. Aligné sur sa fumée, je naviguais comme un capitaine à la barre… A cette époque, tout venait ou s’en allait de l’horizon vers l’horizon : les réfugiés du Nord qui passaient la Loire vers la zone libre (exode), les envahisseurs surgissant un midi en colonne armée, après la fuite des Anglais à Saint-Nazaire. Ces longues files de véhicules abandonnés sur les routes, vides.

Cet avion prémonitoire, abattu, et qu’une longue suite de badauds allait contempler, comme venant d’un autre monde. Une autre époque débutait, celle du ciel usagé, pratiqué, en conquête… Tous ces gens qui regardaient en l’air, abandonnant leurs travaux dès que le bruit haut et lointain d’un appareil se faisait entendre, un autre monde.
[…]
On n’a pas assez vu l’avènement du dessus, la saturation de l’espace, au détriment du dessous, fascinés que nous sommes depuis toujours par le dedans et le dehors.
Notre vie quotidienne, horizontale et bidimensionnelle. La longueur, la perspective sur la ligne d’horizon, l’aplatissement désormais sensible qui allait tout renverser, basculer cul par-dessus tête, les idées, les usages, les moyens et les hommes.
Les villes détruites ne le furent pas par hasard, par cruauté, aux considérations stratégiques de l’offensive aérienne s’ajoutait implicitement le fait qu’elles avaient de tout temps ponctué la conquête de la terre ; de la plus petite à la capitale, elles étaient toutes les ports du nouveau littoral : le littoral vertical. Le point de chute de l’étendue spatiale, l’infini commençait au ras des toits.
Ce gigantesque basculement du monde ne nous a pas assez alertés.
[…]
La seconde guerre a été ma mère, mon père. L’extrémité des situations vécues m’a instruit, il ne s’agit pas de complaisantes violences, comme cette tête coupée dans le caniveau ou ces camions de morts et de blessés remontant la rue (ma rue) vers l’hôpital Saint-Jacques après la destruction de l’Hôtel-Dieu, mais d’une vision du monde, inaltérable. La deuxième guerre est un réservoir de sens indispensable à la connaissance de la seconde paix qui est la nôtre.
L’avènement du ciel dans l’histoire, la hauteur, usuelle désormais, le dessus, présent et omniprésent à partir de l’an 40. Les bombardements stratégiques sont indispensables à l’analyse du phénomène urbain. Il ne s’agit pas ici d’un goût morbide pour le cataclysme, mais de la cruelle nécessité de considérer cliniquement l’agonie des villes pour entrevoir la construction future, la vie nouvelle. Cités, miroirs, agonies, jeux de glaces de la destructuration-construction de la vie mortelle et de la mort vivante».

(Paul Virilio : extraits de Urbain trop urbain introduction à L’insécurité du territoire (Stock 1976)

Je construis à ma façon cette petite constellation, persuadé que cette histoire aurait intéressé Paul Virilio qui avait aussi de l’amitié pour Heiner Müller. S’ils témoignent de « l’avènement du ciel dans l’histoire», il y a bien sûr des différences entre les deux vécus, entre le balcon et l’abri, mais surtout dans le fait, qu’à Nantes, le sol était occupé par les Allemands, dans les villes, on cohabitait avec l’ennemi, et que les libérateurs dominaient le ciel et déversaient leurs bombes sur les cités, ce qui ne facilitait pas la critique. Jusqu’à Hiroshima. En passant par Halberstadt. L’occupation du ciel était alors encore inédit.
Si Halberstadt est la ville natale de Kluge, Nantes n’est pas celle de Virilio né à Paris mais la ville sur la Loire fut son école.

« Ce qui m’a instruit, ce n’est pas l’horreur des emmurés vivants dans les caves, asphyxiés par l’éclatement des conduites de gaz, noyés par celui des canalisations d’eau (simplement, depuis, lors des alertes, je refusais de descendre aux abris, préférant cours et jardins, préférant risquer l’impact des éclats à l’enfermement des décombres), mais cette soudaine transparence, ce changement à vue de l’espace urbain, cette motilité de l’inanimé, de l’immeuble». (Paul Virilio ibidem)

Il a bien sûr aussi connu les abris qu’il a vécu comme Lebensraum, espace vital qui n’était pas un espace de vie mais un espace de peur. D’où son intérêt pour le Bunker comme machine à survivre. Son premier livre s’intitule Bunker Archéologie.

Avec la guerre, la forteresse Europe devient une forteresse sans toit. Partir de [19]40, ce n’est pas repartir comme en quarante car ce qui débute dans l’avènement du ciel et l’apparition d’un littoral vertical, n’a cessé depuis de se perfectionner jusqu’aux drones et à la mise en place d’une techno-sphère de réseaux satellitaires qui enserrent, emprisonnent la terre et contrôlent les villes devenues des smart-cities. On les dit intelligentes mais elles sont très bêtes. Qu’est ce dès lors qu’habiter ? Autre point commun de l’architecte et urbaniste et l’écrivain : la ville. On peut rappeler ici que les stratégies de dissuasion nucléaire sont anti-cités. Une poétique de la ville reste à inventer.

Le 8 avril 1945, 218 bombardiers américains de type B-17 (forteresse volante) appartenant à la 1ère Division de la Huitième Air Force a largué lors d’un bombardement en nappe 595 tonnes de bombes conventionnelles et incendiaires, détruisant le centre-ville à 82 %. Chez Alexander Kluge, dont l’ensemble Le raid aérien sur Halberstadt le 8 avril 1945 déjà paru séparément est inclus dans une version un peu élaguée dans Chronique des sentiments II, la « meute » de bombardiers est décrite comme un regroupement « en fabrique », chaque quadriréacteur à long rayon d’action formant un « atelier ». Selon une procédure d’où sont exclus « comme irrationnels » « des facteurs ayant joué un rôle dans la phase initiale tels que la confiance en Dieu, l’univers militaire des formes, la stratégie, la propagande interne à destination des équipages pour stimuler leur pugnacité, les indications sur les particularités de l’objectif, le sens de l’assaut, etc ». Ce n’est plus le citoyen en armes de Valmy mais le fonctionnaire spécialisé qui mène les assauts de sorte que les équipages vivent cela comme « l’histoire journalière de leur entreprise » sans nécessité de lui donner du sens. Nous sommes dans un système de rationalité industrielle.

« Le raid aérien ne devient réel et perceptible que quand il est raconté» (Kluge) Il s’agit d’une construction post-traumatique qui passe par l’écriture, la construction d’une mémoire non pas comme reconstruction du passé mais comme exploration de l’invisible » (Jean-Pierre Vernant : La traversée des frontières. Entre mythe et politique II.Points Essai page 151). Cette notion d’exploration de l’invisible pourrait figurer elle aussi parmi les définitions du poétique au sens où l’emploie Kluge. Un peu comme lui, Virilio voulait « naviguer au creux des intervalles». C’est peut-être aussi cela LE POETIQUE : une manière de lire le monde.

Le ciel cesse de peindre (Kluge). Il devient espace critique (titre d’un livre de Virilio) au sens où, sur terre, il devient fractal mais aussi au sens où l’espace devient lui-même objet de la critique. Au sens encore où cela appelle une autre vision de l’espace-temps et de nouvelles perspectives, orientations. Ce n’est plus le monde dans lequel on peut se fier au soleil. Le ciel est devenu technologique. Au dessus d’Alep, il remballe sa palette de couleurs différentes selon l’est et l’ouest en se voyant percé d’artefacts technologiques précédés par les trombones (de Jericho autre référence aussi pour Virilio), die Posaune. Kluge oppose à la stratégie du haut, celle du bas. Il y reste au fond de l’abri anti-aérien des niches d’ anti-entropie qui luttent pour la (sur)vie. Faire face à ce qui arrive. Il est aussi le lieu d’interrogations, de la quête des bifurcations. Qui sont d’abord celles d’un qu’aurais-je pu faire pour ne pas me retrouver dans cette situation : « À quel moment aurions-nous pu encore bifurquer ?» La réponse ne peut être que collective.

« Où êtes-vous, mes frères, alors que je suis en détresse ? Le temps n’a pas manqué pour entrer en contact avec vous, mais j’étais occupé».

Seul un collectif peut espérer conjurer la catastrophe. Quand il est absent, il est trop tard.

La guerre déstructure la ville, métamorphose son urbanité, autre point commun. Chez Kluge, cela se fait en cassant les lignes de frontières qui la traverse y compris celles des langues. On pourrait mettre en évidence d’autres points de rencontre entre les deux auteurs. Que soit simplement encore évoqué ici, puisque la Chronique y consacre plusieurs pages sous le titre La casse (Verschrottung) par le travail, l’enfouissement d’unités de productions sous les montagnes du Harz. Cet enfouissement sous terre avait à la fois un objectif de production et d’anéantissement (Kluge). Virilio parle de « l’enterrement de la puissance de production allemande, pour résister à la domination par le ciel». (Paul Virilio / Marianne Brausch : Voyage d’hiver Entretiens. Editions Parenthèse 1997 page 27)

L’Unheimlichkeit du temps

A partir de ce point, je fais des bonds à l’intérieur de la Chronique en avant en arrière, je picore au milieu de ces centaines d’histoires en tissant ma propre toile, chaque lecteur fera la sienne et ce ne sera pas la même, en quête du POETIQUE car peu importe la chronologie, on remonte à 200 milliards d’années avant J.C., ce qui compte, c’est la manière dont les différents temps agissent sur les corps, les sens, les pensées, bref ce qui constitue les sentiments qui s’enchaînent à travers l’histoire. Les différents temps se réunissent dans une même INQUIETANCE. Sur la chronologie, Kluge s’inspire du personnage du moine orthodoxe dans la Chronique des éons d’Andrei Bitov, un moine qui échange souvent sur Internet pour nous fournir ce qui est peut-être sa propre vision de la Chronique des sentiments :

« En travaillant sur cette chronique, écrit le moine Bitov, je dois lutter contre une erreur que font pas mal de mes collègues. Une chronique organisée chronologiquement donne l’impression que les époques révolues disparaissent dans le présent. Or les temps nouveaux ne succèdent pas, même sur le plan de la causalité, aux temps anciens, mais ils sont CONNECTES entre eux»

C’est ce qui autorise de s’écarter des repères temporels, à les désorganiser. Cette interconnexion à travers tous les temps est une dimension du POETIQUE comme une façon de «refaire tous les temps à neuf». Mais cela ne saurait signifier qu’il n’y aurait pas d’époques. Il s’agit d’apprendre à vivre avec les morts et leurs sentiments passés. Cela suppose la sauvegarde de la biodiversité qui inclut celle des langues : « Une opération de sauvetage est nécessaire pour sauvegarder les messages concernant les passé de l’humanité que recèlent ces catégories de langues menacée de disparition» écrit l’auteur dans une note page 1058. Si nous jetons des poignées de terre sur les cercueils des morts au cimetière disait Heiner Müller, c’est dans le secret espoir de les empêcher de continuer à vivre avec nous. A. Kluge fait le contraire. Il déterre car quelque chose du passé est toujours là dans notre présent qui détermine l’avenir. Dégeler ce qui est enfoui dans les glaces. Tout en en tenant le journal de bord, Kluge fouille, creuse, déterre met au jour comme un archéologue. C’est son grand mérite de nous transmettre le résultat de ses fouilles. Un archéologue des sentiments, à la recherche de « la rumeur des mondes engloutis», en quête d’une permanence des sentiments de « ceux d’en bas», dont il fait l’inventaire dans sa Bibliothèque d’Alexandrie. LE POÉTIQUE C‘EST FAIRE COLLECTE. Cueillir, assembler, rassembler, regrouper, réunir …. Le poétique n’est pas l’apanage du poète. S’il peut inclure la poésie, il ne s’y résume pas. Mais passe aussi par le dialogue avec les poètes. Est fortement présent dans la Chronique des sentiments II : Hölderlin qui décrivait cette tentation du Rhin de toujours vouloir couler vers l’est sans jamais y parvenir.

Y a-t-il quelque chose de commun entre les révolutions d’ici et d’ailleurs, d’hier et d’aujourd’hui ? Peut-être ceci :

« Depuis l’époque mésopotamienne, les provinces paient des impôts pour les grandes villes»

La révolution est un être vivant plein de surprises, écrit encore Kluge, elle ne survient jamais là où on l’attend. Cela produit comme une résonance d’actualité. De même que le constat que les pouvoirs savent organiser le renversement du renversement. Kluge donne ici l’exemple de la Commune de Paris. J’ajoute là mon grain de sel au menu klugien en introduisant moi aussi une citation de Walter Benjamin complétée par Heiner Müller :

Walter Benjamin : « Marx avait dit que les révolutions sont la locomotive de l’histoire mondiale.  Mais peut-être les choses se présentent-elles tout autrement.  Il se peut que les révolutions soient l’acte par lequel l’humanité qui voyage dans ce train tire le signal d’alarme ».

Müller : « Considérant le fait que le progrès technique laisse l’humanité sur place, la dépasse, c-à-d en conséquence qu’il la rend superflue, la place du révolutionnaire aujourd’hui n’est pas à l’accélérateur mais au frein»

Marx et Hölderlin

Le fondement du poétique se trouve dans la diversité des sens que nous portons en nous et qui d’une certaine façon échappe au langage de la théorie strictement discursive et rationnellement organisée. Cela ne veut pas dire que la question du sens serait évacuée. Il est même très frappant de constater comment l’auteur s’efforce de donner des directions de lecture en introduisant les différents chapitres de son livre. L’un des textes construit une rencontre entre Marx, alors jeune rédacteur à la Gazette rhénane, et le poète Hölderlin dans sa tour à Tübingen. La conversation porte sur Bonaparte. Hölderlin explique à Marx que le général n’a pas voulu rester dans le poème épique qu’il entendait lui consacrer.

« La conversation laissa Marx sur une impression contradictoire. D’un point de vue politico-économique, le poète lui faisait l’effet d’un esprit dérangé contrairement à l’image qu’il avait à cette époque de Heinrich Heine. Mais s’il y avait des révolutions, il fallait également qu’il y ait d’autres langues que celles des affaires ou celle dans laquelle s’exprimaient les journaux. Ainsi Marx appliquait-il une grille de lecture généreuse»

IL FALLAIT EGALEMENT QU’IL Y AIT D’AUTRES LANGUES – c’est moi qui souligne – que celle même de l’économie politique. A fortiori que celle des algorithmes. Autre déclinaison possible du POETIQUE qui signifie aussi tisser des liens non par volonté passéiste mais dans une perspective d’avenir.

« Quand les vies sont déchirées par le cours de l’histoire, la poétique ne saurait les raccommoder, les recoller, ou les recoudre. En revanche, s’il s’agit de comprendre ce que le monde nous réserve, elle a la capacité de créer des relations. Elle compose des toiles, à l’instar d’Arachné, cette jeune tisseuse lydienne transformée en araignée, sœur éloignée d’Internet.» [En fait, du web]

Mais qu’est-ce que cette Unheimlichkeit der Zeit, cette inquiétance du temps. L’unheimlichkeit est un de ces mots allemands très difficile à traduire sinon intraduisible. Peut-être la solution serait de ne pas le faire. Un peu comme le mot heimat que l’on devrait importer dans notre langue tel quel. Mais le français, pourtant prompt à reprendre des mots anglais à tout va, semble avoir quelques difficultés à le faire s’agissant de la langue allemande. Unheimlichkeit contient d’ailleurs le heim de heimat. Le heim(e)lichvertraut, einheimisch – désigne le familier, l’autochtone. Lunheimlich est ce qui n’est pas familier, qui est inamical, pas accueillant, qui nous sort de notre chez soi, voire ce qui fait froid dans le dos, Ce qui établit comme le soulignait Freud un rapport entre l’étrangeté et le familier, l’étrangeté l’est devenue parce qu’elle était d’abord familière mais aurait dû rester cachée. Elle n’est pas, cette étrangeté, dénuée d’une connotation qui évoque la présence de spectres, de monstres (Ungeheuer). L‘inquiétante étrangeté est la traduction française donnée en 1933 par Marie Bonaparte de Das Unheimliche de Freud. D’autres auteurs, nous apprend Wikipedia, traduisent par l’« inquiétante familiarité »(Roger Dadoun, « l’étrange familier »(François Roustang) ou même les « démons familiers » (François Stirn). Unheimlich est le mot choisi par Martin Heidegger pour traduire le deinon dans le célèbre vers de l’Antigone de Sophocle

« Il y a beaucoup de choses qui sont deina mais rien n’est plus deinon que l’homme.»

Hölderlin traduisait deinon par Ungeheur : monstrueux, deino-saure, dinosaure. Derrida ne l’a pas traduit gardant le mot grec deinon qui pour Jean-Pierre Vernant « est un monstre incompréhensible et déroutant, à la fois agent et agi, coupable et innocent, lucide et aveugle, maîtrisant toute la nature par son esprit et incapable de se gouverner lui-même»

Les traducteurs expliquent à partir de là – je l’ai un peu développé – le choix du mot inquiétance. Le néologisme a été introduit à la fois dans les traductions de Freud et de Heidegger.

Mais là il s’agit de l’homme-démon. Il est question chez Kluge d’une autre inquiétance, celle du temps.

Une note des traducteurs précise sur ce point :

« Chez Alexander Kluge, l’Unheimlichkeit der Zeit renvoie aux esprits de vengeance qui criblent le temps-monde et ses cours de vie. Le temps se fait inquiétance lorsque tout devient irréel, aspire de tous ses sens à une autre effectivité […] au risque de chuter hors de la réalité »

Chuter hors de la réalité. Quelle est cette étrange expression. L’écriture a-t-elle elle-même quelque chose d’unheimlich ? Il y a de l’inquiétance dans notre époque absence d’époque de la disruption technologique accélérée qui produit ce sentiment que le familier nous échappe, qui nous projette hors de la réalité, d’où peut-être cette envie réactive d’une deuxième peau (l’expression est de Kluge) fut-elle sous la forme d’un gilet quelle qu’en soit la couleur du surlignement et la constitution par l’intermédiaire des réseaux (a)sociaux – qui ont mis en place des dispositifs de création d’espaces communautaires – d’un second foyer virtuel et illusoire au carrefour des départementales. Cette question de la chute hors de la réalité – on peut aussi, raconte l’auteur, tomber d’une irréalité dans une autre a fait l’objet de plusieurs histoires y compris le dévissage de l’auteur lui-même trébuchant sur la bordure d’un trottoir à New-Yorck. Elle me donne l’occasion de revenir vers Paul Virilio qui parle lui du sentiment de décrocher de la réalité. Il le fait dans le contexte schizophrénique particulier de sa situation de perte de confiance, à Nantes, où le ciel et le son de la radio étaient aux Alliés, la terre et les images du cinéma aux occupants  :

« On n’était pas sûr de la réalité. Non seulement de la stabilité de la ville qui pouvait être ruinée en un bombardement mais aussi de l’amitié de ses amis, ou de l’amour de ses amants qui vous trahissaient, qui vous dénonçaient. C’est là une situation qui pour moi a été un traumatisme, non pas de la naissance mais de l’enfance.»

(Paul Virilio / Marianne Brausch : Voyage d’hiver Entretiens. Editions Parenthèse 1997 pages 18-19)

Il fallait dès lors pour lui devenir objecteur de conscience au sens où il fallait apprendre à ne pas en croire ses yeux.

« L’objection de conscience, c’est quand il y a un hiatus entre la perception réelle – les yeux – et puis la conception du réel. Le réel alors on ne le perçoit pas seulement par les yeux mais par une pensée retardée. C’est à dire qu’on a un doute sur le réel.»

(Paul Virilio / Marianne Brausch : Voyage d’hiver Entretiens. Editions Parenthèse 1997 pages 18-16)

Les bombes tombant du ciel provoquent chez les enfants de la guerre peur et curiosité, un mélange de sentiments pas vraiment réalistes qui font cependant partie de leur histoire où se mêlent subjectif et objectif. C’est ce qui chez Kluge fait chronique à l’opposé du capitalisme des sentiments qui s’exprime dans les «j’aime», dans le «combien ai-je d’amis qui me suivent» des réseaux sociaux. Ces pitoyables conceptions de l’amour et de l’amitié sont quantifiables et quantifiées. Elles produisent des hommes sans qualité (Musil). Elles ne se chroniquent pas. Alexander Kluge fait lui la chronique du non-calculable comme si celui-ci avait aussi une longue histoire qui ne passe pas comme disait Faulkner. Et Christa Wolf.

Je termine par les dernières lignes du livre :

« Si le poétique est une activité de collecte, comme la cueillette d’herbes et de baies, alors sa qualité réside dans la ténacité, l’exhaustivité, la persévérance et la passion qu’on met dans cette quête. Il en va d’un recueil-complet-ou-du-moins-presque-complet-de-soi. Une esquisse manuscrite difficilement lisible à ce sujet constitue la dernière oeuvre de Heiner Müller»

Il y a là comme une prise de relais, un passage de flambeau. A la différence du kitsch (Müller) des monuments aux morts, le monument que construit Alexander Kluge est vivant, fait de morts vivants.

Illustration extraite de la Chronique des sentiments II

Alexander Kluge, Chronique des sentiments, Livre II, Inquiétance du temps. Édition dirigée par Vincent Pauval. Traductions de l’allemand par Anne Gaudu, Kza Han, Herbert Holl, Arthur Lochmann et Vincent Pauval. P.O.L, 1 184 p., 39 €

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Alexander Kluge / Georges Didi-Huberman :
Machtlos = impuissant ou sans pouvoir ?

Avant de vous inviter à visionner la vidéo ci-dessous, je propose aux non-germanistes de lire les extraits en français du poème de Bertolt Brecht dont il est question dans le film projeté : Der Kinderkreuzzug 1939, dans la belle traduction de Maurice Regnaut.  Alexander Kluge dit que ce poème l‘émeut encore beaucoup. Il est en effet d‘une forte  actualité quand on pense à la question des réfugiés d‘aujourd’hui en lien avec celles qui l‘ont précédées et à la relation entre l‘Europe et la Méditerranée.

Bertolt Brecht :
CROISADE DES ENFANTS 1939 


En l'an trente-neuf, en Pologne,
Il y eut un combat d'enfer
Qui de nombreux hameaux et villes
Ne laissa plus rien qu'un désert.
[...]
A petits pas, par maigres troupes,
Des enfants affamés allaient,
Rencontrant dans les bourgs en ruines
D'autres enfants qu'ils emmenaient.
lls voulaient fuir, fuir ces batailles,
Ce cauchemar, fuir à jamais,
Ils voulaient un beau jour atteindre
Un pays où règne la paix.
[...]


En Pologne, ce janvier-là,
Fut trouvé un chien vagabond
Qui promenait à son cou maigre
Une pancarte de carton.
Sur elle était écrit: A l'aide !
Nous ne savons plus le chemin
Et nous sommes cinquante-cinq.
Vous n'avez qu'à suivre le chien.
[...]
C'était écrit par un enfant.
Des paysans l'ont lu.
Une année et demie est passée à présent.
Le chien est mort de faim.

(traduction Maurice Regnaut)

Mes remerciements à Vincent Pauwal pour la transmission de la vidéo.

L‘extrait ci-dessus est tiré d‘une vidéo réalisée lors d‘une rencontre qui s’est déroulée, le 27 septembre 2018, au Bal, à Paris. Elle réunissait l’écrivain cinéaste Alexander Kluge et le philosophe et historien de l‘art Georges Didi-Huberman dans le contexte de la parution du deuxième volume de la Chronique des sentiments d’Alexander Klug.

Le poème de Bertolr Brecht est entrecoupé, commenté, par des images qu’il commente en retour. Images de glace (nos cœurs), de nos barbelés murs miradors et toutes sortes de dispositifs de contrôle, images du corps de  Aylan Kurdi, petit garçon de trois ans, mort dans un double naufrage en Méditerranée alors qu’il fuyait avec son frère aîné, mort lui aussi, la ville de Kobani, en Syrie, théâtre de violents affrontements entre djihadistes de l’organisation État islamique et les miliciens kurdes. Comme il y a très longtemps avant lui, Enée, le fondateur de Rome, avait fui Troie en portant son père sur le dos. On y voit aussi apparaître Steve Job dont le père était d’origine syrienne.

La construction de ce type de constellation est caractéristique de la façon de faire d‘Alexander Kluge, mélangeant ici textes, images et musique, ouvrant ainsi un espace d‘interrogation sinon d‘inquiétante étrangeté (Freud). Bien sûr la spatialisation scripturale du livre  ne permet pas ce que le cinéma rend possible, la simultanéité, on ne peut lire plusieurs textes en même temps comme on peut voir plusieurs images mais le principe du montage est actif dans les deux cas.  J‘ai déjà décrit cela à propos de la Chronique des sentiments I qui regroupait les Histoires de base. Kluge continue son livre des métamorphoses, son Atlas Mnemosyne. Le second volume est sous-titré cette fois : Inquiétance du temps, en allemand : Unheimilchkeit der Zeit, expression évoquant la résurgence d‘une étrangeté cachée.

DAS POETISCHE HEISST SAMMELN / LE POÉTIQUE C‘EST FAIRE COLLECTE, note Alexander Kluge dès les premières lignes d‘introduction de son livre, en attribuant ces propos à Heiner Müller. Sammeln est un verbe actif très polysémique s‘appuyant sur un sens premier qui désigne la cueillette pour se nourrir. Assembler, rassembler, regrouper, réunir … LE POÉTIQUE C‘EST FAIRE COLLECTE. Kluge ne dit, ici ,ni ce qui se collecte ni comment s‘y exprime le poétique. Le film contenu dans la video donne cependant une idée du comment. Collecter, c‘est aussi assembler dans un montage des éléments disparates dans le temps en en suggérant des liaisons souterraines. La collecte utilise la technique du montage.

Dans l‘extrait vidéo que j‘ai choisi, Georges Didi-Huberman soulève, en outre, la question de la Machtlosigkeit, impuissance et/ou absence de pouvoir, à laquelle nous sommes peu ou prou tous confrontés. Que faire face au sentiment partagé d‘impuissance ?

Pour mieux saisir ce qui se collecte, j‘entame la lecture attentive de cet épais volume à partir de cette ligne directrice du poétique. En commençant par l‘introduction, what else ?

A suivre …

 

 

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René Schickele, tel un phénix à Badenweiler

Vue sur la plaine d’Alsace et les Vosges à proximité de la maison que René Schickele habita à Badenweiler

Erlebnis der Landschaft

“Ich erinnere mich, wie ein junger Dichter, der den Krieg als Artillerieleutnant mitgemacht hatte, mich um das Jahr 1921 besuchte. Er kam müde und verstimmt aus dem Ruhrgebiet, wo er Monate unter Tag gearbeitet hatte, um Geld für sein Studium zu verdienen. Ich führte ihn auf einen Berg und zeigte ihm die Schätze der Erde.
Kaum aber ergriff ihn die Schau über die Rheinebene, die Vogesen, die Weinberge, die dem südlichen Schwarzwald vorgelagert sind, und wollte ihn entrücken, als auch schon das wiedergewonnene Freiheitsgefühl in ihm sich seltsam empörte. Sein Artilleristengehirn begann nach Deckungen, Richtpunkten zu suchen, in einer Art Schwärmerei führte er Krieg mit Kanonen in dem gewaltigen Garten, der sich seinen Blicken darbot. Er verließ uns, ohne etwas andres von hier mitzunehmen als die Erinnerung an eine etwas phantastische Reliefkarte eines Kriegsschauplatzes, in die er allerhand Einzeichnungen gemacht hatte. Dabei hatte der Krieg ihn nie in diese Landschaft geführt, er sah sie zum erstenmal.
Seitdem weiß ich: auf ihrem langen und vielfältigen Rückzug aus dem Krieg werden die Jungen nur mühsam und mit stockenden Pulsen zur Landschaft, zu ihrer Kindheit zurückfinden. Sie werden vierzig Jahre alt werden, bevor sie von neuem unschuldige Erde betreten, bevor mit der sich verflüchtigenden Zweckhaftigkeit des Blickes die Bereitschaft zur Empfängnis wiederkehrt. Mit Politik hat das nichts zu tun, nicht einmal damit, in welchem Geiste einer den Krieg erlebt hat. Für alle war der Krieg da: Mondlandschaft, wissenschaftlich erzeugtes und beherrschtes Erdbeben, Zusammenbruch. Alle, die ihn erlebt haben, hat er erst einmal um und um gekehrt “.

(René Schickele : Himmlische Landschaft)

L’expérience du paysage

« Je me souviens de la visite, aux alentours de 1921, d’un jeune poète qui avait fait la guerre en tant que lieutenant d’artillerie. Fatigué et d’humeur maussade, il rentrait de la Ruhr où quatorze mois durant il avait travaillé dans les mines pour financer ses études. Je le conduisis sur une montagne et lui montrai les trésors de la terre.
Mais à peine la vue sur la vallée du Rhin, les Vosges, le vignoble situé sur les contreforts sud de la Forêt-Noire l’eut-elle saisi pour tenter de l’abstraire de sa réalité à lui, que curieusement le sentiment de liberté fraîchement retrouvée le révolta. Son cerveau d’artilleur se mit en quête d’abris, de points d’orientation ; plongé dans une sorte de folie militaire, il faisait la guerre avec tout un arsenal de canons dans ce jardin immense qui s’offrait à ses yeux. Il repartit sans emporter autre chose que le souvenir de la carte d’état-major quelque peu fantastique d’un champ de bataille, sur laquelle il avait fait toutes sortes d’annotations. Et pourtant la guerre ne l’avait jamais conduit dans ce paysage, il le voyait pour la première fois.
Depuis ce moment-là, je suis certain d’une chose : sur le long et fastidieux chemin du retour, les jeunes soldats ne retrouveront qu’à grand-peine le paysage de jadis, leur enfance. Ils auront quarante ans avant de mettre à nouveau le pied sur une terre innocente, avant de pouvoir à nouveau accueillir le paysage qui les entoure d’un regard libéré de l’expérience de la guerre. C’est sans rapport avec la politique, je dirai même que l’esprit dans lequel un individu a vécu la guerre est sans importance. Pour tout un chacun, la guerre a eu lieu : un paysage lunaire, un séisme scientifiquement provoqué et maîtrisé, un effondrement. Cette guerre, elle a d’abord mis sens dessus dessous tous ceux qui l’ont vécue ».

(René Schickele : Paysages du ciel . Trad Irène Kuhn et Maryse Staiber. Editions Arfuyen)

Nous sommes au lendemain de la Première guerre mondiale. Ces années, René Schickele les a passées en exil en Suisse. Après l’énorme déception qu’a représentée pour lui la Révolution de novembre 1918, il s’installe à Badenweiler en 1922. Il y séjournera dix ans avant d’être à nouveau contraint à l’exil, en Provence, cette fois en France dont ce natif d’Alsace avait acquis la nationalité par les accords d’armistice.

« Lorsque je suis arrivé ici, j’étais un homme mort. Il me semblait « détruit à jamais, le monde merveilleux », et je ne voyais pas d’issue à ce champ de ruines où grouillaient les hyènes du champ de bataille, les chacals du mensonge et les serpents qui se repaissent de la pourriture. Comme beaucoup d’autres je déambulais dans une sorte de rêve éveillé, un cauchemar ; dans les villes, on continuait de tirer et de crier, et il me semblait bien avoir compris une chose : ce n’est pas avec des coups de feu et des cris que l’on sauvera l’humanité ».

(René Schickele : Paysages du ciel . Trad Irène Kuhn et Maryse Staiber. Editions Arfuyen)

La petite ville thermale de Forêt Noire, que l’auteur appelait aussi Römerbad (Bain romain) en raison de l’existence des thermes et des traces de la présence romaine – René Schickele était attaché à son héritage romain – sera le lieu d’une résilience, c’est à dire aussi d’intense productivité littéraire. C’est ici, à proximité de la source, que l’homme mort – psychiquement et moralement, s’entend – tel un phénix renaîtra une nouvelle fois du chaos de la catastrophe qu’a été le Première guerre mondiale en réaffûtant toutes ses capacités sensorielles dans les paysages du ciel (et de la terre).

La maison qu’habita René Schickele au n° 14 de la même rue est un espace privé inaccessible. On n’en aperçoit que le faîte derrière le mur qui l’entoure.

« La maison était longue et basse. D’abord on n’apercevait d’elle que le toit couvert de tuiles noircies par le temps et, au-dessous, une lumière rose qui coulait à travers les mirabelliers et les grandes plantes vivaces : pivoines, pieds-d’alouette, gypsophiles, croix de Jérusalem, monardes, lupins, hélénies, rudbeckies, astilbes, gaillardes, anémones du Japon, phlox hybrides, tritomes, barbes-de-bouc, verges d’or ou dahlias et asters – selon la saison. Le terrain montait doucement vers le bois, d’où l’impression que, ramassée dans la verdure, la maison se blottissait contre la forêt en ramenant à elle les replis du jardin. En aval, derrière la maison, le jardin se perdait dans les prairies. Aucune clôture ne l’en séparait ».

(René Schickele Le retour bf éditeur 2010 pp 77-78)

On notera l’inventaire de naturaliste contenu dans le récit. Quand à l’absence de clôture, on la chercherait en vain aujourd’hui. Cette maison est située à équidistance d’Avignon et de Munich, de Marseille et de Berlin, De nombreux ingrédients sont réunis pour rendre ce lieu habitable. Plusieurs raisons expliquent que René Schickele se soit installé à Badenweiler. Il avait d’abord tenté, après les déceptions de l’année 1919, de fonder une petite communauté artistique à Uttwill, en Suisse. Là déjà, comme l’écrit Norbert Jacques dans ses souvenirs, il voulait comme « un second Fabre » [i.e. le naturaliste et entomologiste Jean-Henri Fabre] s’asseoir dans le coin d’une haie aménagée à cet effet pour observer les insectes. » (Rapporté par Albert M Debrunner : Freunde es war eine elende Zeit / René-Schickele in der Schweiz Verlag Huber p 273)

A peu près à la même époque, entre 1918 et 1921-22, Joan Miró peint avec une incroyable minutie son potager (Le potager à l’âne) et La ferme de son pays catalan, presque un inventaire aussi, en mettant en relief les éléments les plus infimes, le cas échéant en les disproportionnant, comme un acte de fidélité envers un lieu. Et comme pour en forger son alphabet.

La tentative de s’installer en Suisse avait échoué pour des raisons principalement financières. Fin 1919 déjà, il fallait 100 marks pour obtenir 8 francs suisses. « Die Schweitz war mir verloren » (La Suisse était perdue pour moi). Il l’aimait pourtant cette Suisse comme un modèle. L’Allemagne, il la portait autrement au cœur, au point de vouloir sans cesse la réformer voire la révolutionner, sans cesse critique envers son régime et particulièrement envers la domination de la Prusse.

Mais pourquoi ne pas s’installer en Alsace ? Simplement parce qu’il n’y était pas le bienvenu, il y était très mal vu et il avait besoin du marché éditorial allemand pour parvenir à se nourrir lui et les siens.

A Badenweiler, il se met en retrait et en retraite (au sens méditatif) des évènements extérieurs qui pèsent lourdement sur lui. On pourrait aussi dire qu’il y est en cure, non pas thermale mais mentale. Cure est un mot qu’il utilise dans la description de son anarcho-communisme. Il le définit comme provenant « du latin curare, le mot le plus optimiste du monde puisqu’il signifie soigner en impliquant guérir » (R.Schickele : Le retour p.49). La revue littéraire Weißen Blätter, phare du pacifisme pour lequel il s’est tant battu est arrivée au bout de sa course, l’utopie d’une réunion du pays alémanique est repoussée si loin qu’elle a aujourd’hui complètement disparue.

A Badenweiler et dans ses environs, il se met en quête du « secret de toute vie » (Geheimis allen Lebens) Il retrouvera sa capacité de travail et écrira notamment sa grand trilogie romanesque Das Erbe am Rhein et le roman Symphonie für Jazz, le recueil d’essais Die Grenze et Himmlische Landschaft, un recueil de prose poétique, qui transcende un peu les genres littéraires et qui paraîtra en 1933 et dont est tiré l’extrait choisi.

L’expérience du paysage

La guerre a constitué une rupture du rapport de l’homme aux paysages, pas seulement en raison des destructions physiques. Dès le début du livre, dans le texte intitulé L’expérience du paysage. (Erlebnis der Landschaft), le narrateur raconte avoir emmené après guerre un jeune poète ayant été lieutenant d’artillerie sur la montagne pour lui faire admirer le paysage de la plaine du Rhin, les Vosges, les vignobles. Mais, le regard du poète reste confondu avec celui de l’artilleur et du mineur qu’il a été. Son cerveau est resté militarisé, le paysage n’est pas à perte de vue, mais perdu de vue.

Notre jeune poète transformé en technicien militaire par la guerre industrielle – et par une période de travail sous terre dans la Ruhr – a perdu la capacité de respirer par ce que le philosophe Gérard Granel appelle les « poumons de l’œil ». Le paysage lui est devenu étranger. Marx parlerait d’ Entfremdung (aliénation). Il a une carte d’état-major dans la tête.

Voilà décrit le ravage mental de la guerre dans le cerveau d’un jeune poète. Son regard est instrumenté, on pourrait dire aujourd’hui algorithmisé, il consiste à repérer des cibles, les angles de tirs. Il est calcul. Son cerveau fonctionnalisé. Son imaginaire est mort pour le paysage.

On se demande parfois quelle peut être l’actualité de René Schickele. En voici une : l’incapacité d’attention au paysage a quelque chose de contemporain, non du fait de la guerre mais des industries numériques qui, en focalisant l’attention sur les instruments mobiles, privent leurs utilisateurs de capacités d’écoute et de vision des paysages. Ce n’est pas la numérisation qui est en cause mais les pratiques imposées par les opérateurs. Dans certaines villes d’Allemagne, ont été installés des parcours dotés d’une signalétique lumineuse au sol, de sorte que les piétions peuvent s’y déplacer sans quitter des yeux leur smartphone et sans un regard sur leur environnement. Le temps absorbe l’espace. Les opérateurs ne tirent aucun bénéfice du fait que nous admirions le paysage…

René Schickele tire de l’expérience qu’il a vécue avec le jeune soldat la leçon qu’il faudra quarante ans à cette génération avant de mettre à nouveau le pied sur une terre innocente, avant de pouvoir à nouveau accueillir le paysage qui les entoure d’un regard libéré de l’expérience de la guerre. Elle n’aura pas quarante ans pour s’en remettre. Et tout se passe comme si René Shickelé allait aider le jeune poète – et lui-même d’abord aussi – à retrouver la respiration de tous ses sens en lui réapprenant à décrire précisément le paysage et ce qu’il contient de merveilleux, de himmlisch. Pour cela il faut s’ouvrir, respirer. Cette activité proprement humaine signifie inspirer, retenir, expirer. Le mot est pris ici au sens évoqué par Gérard Granel dans son commentaire des Manuscrits de 44 de Karl Marx  :

« L’homme seul respire, c’est à dire accueille, retient profondément et relâche doucement comme une réponse la bouffée d’air ; cette partie de cette forme-de-monde que je nomme air et qui n’est pas un mélange de gaz, mais une modalité de l’être-sur-terre, de même nature et de même extension que les couleurs des bois, elles-aussi respirées, et que la lumière dont se remplissent les poumons de l’œil »

(Gérard Granel : Incipit Marx in Traditionis Traditio NRF Gallimard 1972 p. 215)

Seul l’homme voit – peut voir – ce que seul lui-même nomme un paysage. Les paysages ne sont jamais donnés. Ils réclament de l’attention. Il ne suffit pas de s’y rendre en 4 x4, de prendre quelques clichés avec son smartphone pour pouvoir le saisir. Le paysage ne s’offre qu’à celui qui fait un effort, par exemple celui de marcher. Il ne suffit cependant pas de s’avancer vers le paysage avec ses pieds. Si l’on a la tête ailleurs, on ne réussit pas. C’est, d’ailleurs dans les randonnées, nous sommes dans notre cas sur les hauteurs, le meilleur moyen de rater les bifurcations des sentiers. Il faut que la tête soit elle aussi où sont les pieds. Cela veut dire aussi que le paysage se « respire » et se construit mentalement. Il a besoin de l’imaginaire. L’imaginaire, c’est quand, comme dans le recueil cité, dans le ciel « les phoques se métamorphosent en lions marins » pour finir par devenir des éléphants.

La question de la fonction thérapeutique du paysage est, dans le recueil Himmlische Landschaft évoquée par l’ami docteur avec lequel le narrateur regarde par la fenêtre :

« Le paysage n’exerce-t-il pas par mon intermédiaire une action médicale » (p.85)

Au fil de la lectures de ces petit textes rassemblés, on s’aperçoit que toutes les capacités sensorielles sont réaffûtées pour cela. Il n’est pas seulement question de la vue mais également de l’ouïe et de l’odorat.

L’ouïe :

« Il se mit à pleuvoir. Je me tenais adossé au tronc d’un pommier en fleurs et je croyais voir l’herbe pousser. Pourquoi pas ? Tout dans la nature pousse par à coups. En tout cas, j’entendais l’herbe pousser. » (p.49)

L ‘odorat :

« Avec le temps, l’odorat de l’amateur de fleurs ( à condition, bien sûr qu’il soit d’abord un amant des fleurs) a tendance à prendre le dessus sur la vue, et c’est alors que prend forme un tout nouveau jardin – un jardin dont l’ordonnancement est défini par le nez ». (p.75)

Ce dernier exemple montre bien qu’il ne s’agit pas de je ne sais quelle nature originelle. Mais d’un paysage anthropisé, aménagé, (co)produit par l’homme, d’un paysage qui est aussi de jardin.

Arrive alors, un soir, l’affranchissement « du passé dévastateur » dans « l’union du paysage et de mon être profond que je venais de retrouver ».

Le souci (Sorge) du handicap de guerre, du sens dessus dessous de celle-ci conduit à en prendre soin (Sorgen). Une thérapie consistant à retrouver des forces à partir d’un lieu, retrouver la respiration des sens. Se refaire une sensibilité c’est se refaire une santé. Et réciproquement.

Une première version de ce texte est paru dans la revue Land und Sproch n°207 Septembre 2018. La présente version a été remaniée.
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Manif d’enfants pour un « jeûne de portable au bac à sable »

Pour réclamer de leurs parents qu’ils jouent avec eux plutôt qu’avec leurs smartphones, quelque 200 enfants et parents – selon des organisateurs et selon la police – ont manifesté à Hambourg en septembre dernier. Interrogée sur sa présence, une petite fille dit : Parce que ça m’énerve que mes parents soient toujours avec leur portable. Un petit garçon ajoute : les parents doivent plus jouer avec nous.

Emile, 7 ans, a été l’initiateur du mouvement. Après avoir suffisamment tanné ses parents, ils ont accepté de l’aider à organiser la manifestation. Ces derniers du coup se sont rendus compte qu’ils pouvaient aussi apprendre de leurs enfants.

Ceux-ci ont notamment scandé :

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr auf eure Handys schaut!“.
Nous sommes là, nous crions fort parce que vous n’en avez que pour votre portable

ou encore

„Am Sandkasten bitte Handyfasten“.
Jeûne de portable au bac à sable

Source : https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/Grundschueler-demonstrieren-in-Hamburg-gegen-ihre-Handy-Eltern/-/id=47428/did=4843566/5iolb0/

Le reportage évoque également des accidents de noyade dus à l’inattention des parents quand ils ont les yeux rivés sur leurs écrans de poche.
Précisons encore que près de la moitié des enfants de 4 à 13 ans sont équipés d’un téléphone portable.

Avez-vous déjà parlé à votre enfant aujourd’hui ?

Cela rappelle la campagne de prévention à l’addiction au téléphone portable qui avait été lancée en 2017 dans le nord-est de l’Allemagne, cette fois à l’initiative d’éducateurs. Je reprends ce que j’ai déjà signalé ici.

Avez-vous déjà parlé à votre enfant, aujourd’hui ?

Avez-vous déjà parlé à votre enfant aujourd’hui ? Tel était  le thème d’une campagne de sensibilisation lancée dans le Land de Mecklembourg-Poméranie-Occidentale dans le nord-est de l’Allemagne. Cette campagne contre l’addiction des parents aux smartphones partait d’un constat fait par les éducateurs qui ne savent pas trop bien comment aborder la question sans que cela soit mal pris. Ils observent que de plus en plus de parents viennent chercher leur enfant à la crèche sans même décrocher de leur téléphone et qu’ils ne demandent même pas aux mômes comment s’est passée leur journée. On peut observer le phénomène aussi dans les rues, les aires de jeu, les transports. Les parents sont physiquement là mais mentalement et sentimentalement absents.

Les enfants se sentent abandonnés et parfois ne savent plus comment faire pour attirer l’attention de leurs parents. Le mieux dans ce cas est bien évidement de casser quelque chose. Exprimer sa souffrance par des manifestations comme celle de Hambourg est peut-être une meilleure solution.

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